Sonntag, 10. Mai 2009

Bring und Hol- Tag

Bei uns allen war es so, dass uns die Gegenstände etwas bedeuteten, jedoch nicht gebraucht wurden. Es war aber schwierig, 5 Gegenstände auszuwählen, da sie trotzdem alle noch mit Erinnerungen, Gefühlen etc. verbunden sind/ waren.
Spannend war, wie gross und vielfältig das Angebot ausfiel. Man entdeckte plötzlich einen Gegenstand, den man auch noch hätte mitbringen können. Beim ersten Durchgang sah man bereits einige Gegenstände, die man vielleicht gerne nehmen würde doch beim nächsten Vorbeilaufen leider schon weg waren. Auch hier herrscht das Prinzip: Der Schnellere ist der Geschwindere!
Uns war allen bewusst, dass unsere Gegenstände evtl. grossen Anklang bei anderen finden. EIgenlich ein schönes Gefühl, dass man jemand anderem eine Freude damit bereiten kann.
Dass es trotzdem noch liegengebliebene Gegenstände gab, hat uns zum Nachdenken angeregt: Hätte ich es doch lieber behalten sollen? Warum gefiel dieser Gegenstand niemandem? Wohin kommen sie jetzt? In welche Hände gelangen sie wohl da? ...
Die Anzahl mitgebrachter und mitgenommener Gegenstände hat sich in der Gruppe ausgeglichen. Einzelne brachten mehr mit und nahmen weniger nach Hause und umgekehrt.
In der Schule ist diese Idee sicher gut umzusetzen. Ein gutes Beispiel ist die Schule Impuls. Sie führen einen Flohmarkt durch. Auch hier bringt man Gegenstände mit, die sich verkaufen lassen und man nicht mehr benötigt.
In der Klasse könnten die Kinder ebenfalls Gegenstände mitbringen und untereinander tauschen. Es ist aber wichtig, dass man hier die Regel betont: Nicht mehr mitnehmen als mitgebracht wurde! Ebenfalls muss man die Kinder darauf hinweisen, dass nur komplette und vollständige Dinge mitgebracht werden dürfen.

Es war eine gelungene Aktion!

Montag, 4. Mai 2009

Besichtigung und Arbeiten auf einem Bio Bauernhof

Wir haben uns am Montag dem 4. Mai um 8:00 auf dem Bio Bauernhof der Familie Geisser getroffen. Zuerst machten wir eine kleine Führung durch den Stall. Darin waren elf Kühe, acht „Galtlinge“ und eine Ziege mit ihren Zwillingen. Der Unterschied zu einem herkömmlichen Betrieb liegt in der Tierhaltung sowie im Unterhalt des Betriebs. Die Richtlinien in der Tierhaltung sind viel strenger. Es darf zum Beispiel nur bestimmtes Futtermehl verwendet werden. Wir durften im Stall auch selber Hand anlegen. Wir haben gemistet, Heu gefüttert, gestriegelt, gewischt, Heu vorbereitet und natürlich auch gestreichelt. Das Wetter hielt uns nicht davon ab auch draussen zu arbeiten. Da auf einem Bio-Bauernhof nicht mit Pestiziden gearbeitet wird, mussten wir das Unkraut mit einem speziell dafür konstruierten Werkzeug ausstechen.

Fazit: Aufgrund der spannenden Einblicke erkannten wir die Unterschiede und Vorzüge von einem Bio-Bauernhof. Es wurde uns bewusst weshalb Bio-Produkte etwas teurer werden.

Ankommen bei Familie Geisser...
....während der Stallbesichtigung....


...Was für eine Aussicht! So macht arbeiten Spass...


...auch das Unkraut musste weg!

...was für eine Ausbeute!!!
...wieder drinnen gings ans Füttern, Heu vorbereiten, Tiere bekamen Streicheleinheiten usw.






Erschöpft aber glücklich übere unsere Arbeit wurden wir von Fränzy mit Tee und Kuchen belohnt und verwöhnt!

Angela Bischof, Manuela Egli, Franziska Geisser, Annina Grämiger, Jasmin Kolp und Virginia Weber LG06Ac

Samstag, 4. April 2009

2. Rückmeldung

Liebe Studierende

Ich lese gerade das Buch „Das Wunder der Achtsamkeit“ von Thich Nhat Hanh, welches zeigt wie „einfach“ Meditation und Achtsamkeit in unser Leben integriert werden kann/könnte. Achtsamkeit ist ein Schlüsselwort der buddhistischen Lehre. Dies hat aber nichts mit rigider Hab-Acht-Disziplin zu tun, also verkrampfte Selbstkontrolle, mit der wir eine Cola-Dose in höchster Konzentration auf dem Waldboden abstellen und dort liegen lassen, ohne Gedanken an die Umwelt. Sie ist auch nicht als ein kritisches Überwachen und Bewerten der Prozesse in Körper und Geist zu verstehen. Laut dem Autor, einem buddhistischen Mönch und Meditationslehrer, heisst Achtsamkeit mit liebevoller Akzeptanz alles willkommen, worauf sie sich richtet. Ob körperliches Befinden, spirituelle Fortschritte oder altruistische Ideale. Das Schöne an der Übung zur Achtsamkeit ist, dass es nicht notwendig ist, die Beine im Lotossitz zu verknoten oder sich in einem Ashram von der Welt abgeschottet zu verstecken – sie kann hier und jetzt stattfinden, beim Wäsche aufhängen, dem Kinderlachen aus Nachbars Garten zuhören oder beim Betrachten einer blühenden Osterglocke.
Die Umsetzung, trotz eigentlich simpelster Aufgabe, fällt oft nicht leicht. Der Frühling hilft, den Blick aufs Detail zu richten. Ausgehungert nach Farben und frischem Grün braucht es nur einen kleinen Anstoss, achtsam durch die Natur zu gehen.
Im Zusammenhang mit Achtsamkeit ist mir dieses wunderschöne Zitat in die Hände gefallen, das ich Ihnen ans Herz legen möchte:

„ Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige,
immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht,
und immer ist die wichtigste Tat die Liebe.“
(Meister Eckehardt)

Es freute mich, dass die Ihnen „verordnete“ Stunde in der Natur in Anbetracht der nahenden Abgabe der Bachelor-Arbeiten nicht als „vergeudete Zeit“ vorgekommen ist. Jede und jeder von uns kann sich „Atempausen“ nur selbst schaffen, um den scheinbar „trivialen“ Dingen im Leben wenigstens hin und wieder Platz einzuräumen. Sie wurden durch diese Wochenaufgabe dazu genötigt eine Stunde bewusst die Natur zu geniessen – und wie ich Ihren Einträgen entnehme, tat diese „Kopflüfterei“ den meisten so wohl, dass Sie eine Wiederholung nicht ausschliessen! Besonders gefallen hat mir der Abschnitt eines Eintrages, indem es hiess „…Da wird mir bewusst, wie wenig ich überhaupt über die Natur weiss. Nur wenige Pflanzen kann ich beim Namen nennen. Ein Name ist doch etwas Wichtiges. …Wenn ich mit meinen Kindern dann mal in den Wald gehen möchte, wäre es schön, wenn ich die Pflanzen und Bäume benennen könnte. Sobald man nämlich ein Lebewesen mit einem Namen kennt, hat man einen persönlichen Bezug dazu. Dies führt dazu, dass man den Dingen mehr Achtung schenkt und sorgsam damit umgeht.“ Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Ihre Lieblingswege und Spazierrouten Sie immer wieder wichtige Auszeiten nehmen und Sie Kraft und Energie aus der Natur schöpfen lassen.

Danke, dass Sie sich mit solchem Engagement auf die Themen eingelassen haben! Wenn da und dort etwas hängen bleibt, das von Ihnen weitergetragen wird, ist ein grosser Schritt in die richtige Richtung getan!

Mit freundlichen Grüssen

Ursula Wunder

Mittwoch, 18. März 2009

Glücksgefühle am frühen Morgen

Ein Sonnenstrahl scheint direkt auf mein Gesicht und weckt mich aus meinen Träumen. Es ist noch viel zu früh, um aufzustehen. Ich öffne das Fenster und atme die frische Luft ein. Ein gutes Gefühl steigt in mir hoch und so beschliesse ich mich anzuziehen und nach draussen zu gehen. Langsam schreite ich voran mit dem Ziel bei der nahe gelegenen Bank einen Halt einzulegen. Im Dorf ist es noch ganz still. Ich komme bei der Bank an und muss diese zuerst vom der Nässe befreien, um mich hinsetzen zu können. Die Wiesen sind noch voll von Tau und einigen Schneeflecken.. Ich sitze da, schliesse die Augen und lasse mich treiben. Es ist kalt. Erst jetzt bemerke ich, dass zahlreiche Vögel zwitschern - Vorboten des Frühlings. Ich höre dem Gesang zu. Er tönt unbeschwert, fröhlich und zufrieden. Diese Gefühle übertragen sich auf mich und ich fühle mich für einen Augenblick ganz frei von allen Sorgen. Ich atme tief durch und spüre wie die kalte frische Luft meine Körper neu belebt. Ganz bewusst mache ich dies einige Male hintereinander. Die Sonne kommt über den Hügel, bescheint die Bank und mich und zahlreiche Schneeglöckchen und Krokus, die auf der Wiese neben mir blühen. Frühling liegt in der Luft. Man sieht, spürt und hört es, dass sich so viele Lebewesen auf die Wärme freuen, zu lange hat die Kälte angehalten. Ich sitze da, atme bewusst und lass die Gedanken los, damit ich mich ganz auf mich und meinen Umgebung konzentrieren kann. Gedanken kommen in mir auf: ch sitze an einem wunderschöne Platz, umgebenen von blühenden Blumen und zwitschernden Vögel. Was wäre, wenn sie nicht mehr wären, wenn die Natur sich auf einen kleinen Fleck reduzieren würde? Nein, das würde nicht gehen. Zu fest brauchen wir die Natur mit ihren Lebewesen. Sie gehören zu uns und wir zu ihr. So wie wir sie brauchen, so brauchen sie auch uns. Achtsam und voller Respekt sollen wir miteinander umgehen, damit die Natur noch lange so bleiben kann, wie sie jetzt ist.
Ich schrecke auf. Neben mir sitzt ein alter Herr mit seinem Hund. Auch er ist früh unterwegs und schwärmt von der Ruhe und Unberührtheit der frühen Morgenstunden. Langsam mache ich mich wieder auf den Nachhauseweg. Ich bin erfüllt von guten Gefühlen. Einen solchen Start in den sollte ich mir öfters gönnen.

Dienstag, 17. März 2009

Unser schöner Wald

Am Wochenende nahm ich mir die Zeit und ging eine Stunde lang in den Wald spazieren. Das Wetter war ideal, sogar die Sonne schien. Um in den Wald zu gelangen brauchte ich nur eine kurze Strecke mit dem Fahrrad zurück zu legen. Die Umgebung tat mir richtig gut. Alles war still. Kein Verkehrslärm, kein Stimmengewirr, einfach nur Vogelgezwitscher und das Rauschen von den Bäumen. Diese friedliche Stimmung gab mir das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Irgendwie konnte ich mich richtig entspannen und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Ab und zu kreuzten noch andere Menschen meinen Weg, ansonsten war ich mausbeinallein. Ich betrachtete die mich umgebende Natur ganz genau und sah viele kleine Schönheiten wie Schneeglöckchen und andere Pflanzen. Da wird mir bewusst, wie wenig ich überhaupt über die Natur weiss. Nur wenige Pflanzen kann ich beim Namen nennen. Ein Name ist doch etwas Wichtiges. Man kennt alle Menschen beim Namen. Dies ist ziemlich das erste, was man von einem Menschen wissen möchte. Anhand des Namens kann man Personen identifizieren.
Wenn ich mit meinen Kindern dann mal in den Wald gehen möchte, wäre es schön, wenn ich die Pflanzen und Bäume benennen könnte. Sobald man nämlich ein Lebewesen mit einem Namen kennt, hat man einen persönlichen Bezug dazu. Dies führt dazu, dass man den Dingen mehr Achtung schenkt und sorgsam damit umgeht.
Einige Male kam ich absichtlich vom Weg ab und lief querfeldein. Umgeben von der Natur, fühlte ich mich recht klein als Mensch. In dieser Situation hatte ich das Gefühl, dass hier die Natur regiert und bestimmt, was geschieht. In der Realität sieht es aber ganz anders aus. Denn ich, kleiner Mensch, kann das Wohlergehen der Natur beeinflussen. Ich bestimme mit, ob sie gedeihen kann, oder ob sie zerstört wird. Es liegt an mir, etwas zu tun. Wenn ich nichts unternehme, wird diese schöne Landschaft irgendwann nicht mehr existieren. Sie wird dann keine schönen Gefühle bei Menschen mehr auslösen. Man wird sich nicht mehr an den kleinen Details der Natur erfreuen können, da sie einfach nicht mehr da sind.

Montag, 16. März 2009

Als Teil der Natur

Dieses Wochenende habe ich relativ viel Zeit an der frischen Luft verbracht. Es war mir zwar nicht ganz mögliche eine Stunde lang an ein und demselben Ort zu verweilen, bin aber ziemlich weit herumspaziert.
Dabei bin ich ein Stück durch einen Wald gegangen. Natürlich waren jetzt noch keine Blätter zu sehen und auf den ersten Blick wirkte er einfach nur kahl. Als ich aber dann Mittendrin war, konnte ich immer mehr einen frischen, schon beinahe frühlingshaften, Duft vernehmen. Dort habe ich mich dann sofort wohl gefühlt und richtig auftanken können. Und das ist eigentlich auch genau die Art, wie die Natur auf mich wirkt; ich kann auftanken.
Als ein Mensch, der in Europa lebt und Schülerin an einer Hochschule ist, verbringe ich für gewöhnlich nicht sehr viel Zeit draussen. Meistens sind die Wege, die ich von einem Ort zum anderen mache, die einzige Tätigkeit, die ich ausser Haus mache. Das trifft halt vor allem auch jetzt auf die kalte Jahreszeit zu. Im Sommer bin ich schon öfters draussen, weil es dann ja auch einige Möglichkeiten mehr gibt, Dinge in der Natur zu machen.
Um nun auf die eigentliche Fragestellung zurückzukommen, erläutere ich ein wenig meine Gedanken, die ich habe, wenn ich mich allein in der Natur vorfinde. Oftmals stimmt es mich auf eine Art demütig. Ich sehe all das Schöne und irgendwie auch fast Unglaubliche um mich herum, und habe dann das Gefühl winzig klein zu sein. Das ist aber kein negatives Gefühl, sondern mehr: Ich habe keine Macht über die Gewalten der Natur, bin aber ein Teil davon. Je länger die Zeit ist, die ich in der Natur verbringe, wenn ich zum Beispiel eine lange Wanderung mache oder draussen übernachte, desto mehr fühle ich eine Verbindung mit mir und der Natur. Ich denke, dass es einerseits diese Verbindung ist, die mich sozusagen auftankt, und andererseits auch die frische Luft und die vielen Sinneswahrnehmungen, die meinem Körper wahrscheinlich einfach gut tun.
Je mehr Gedanken ich mir über dieses Thema mache, desto mehr wird es mir als zukünftige Lehrperson ein Anliegen, den Schülern und Schülerinnen Erlebnisse in / mit der Natur zu ermöglichen, da dies in der heutigen Zeit für viele nicht mehr ein selbstverständliches Gut ist. Wenn sie das Schöne der Natur selbst kennen und lieben lernen, dann werden sie sich auch eher für eine nachhaltige Lebensweise interessieren und entscheiden können.

Ein wunderschöner Spaziergang

Da heute ein wundervoller Tag war mit viel Sonne habe ich mich entschieden, einen Spaziergang mit dem Hund meiner Schwester zu machen. Heute konnte ich seit langem wieder einmal einen Weg durch den Wald ablaufen, welcher wegen dem Schnee in letzter Zeit unmöglich zu begehen war. Es ist ein abgelegener Pfad im Wald in meiner Nähe. Die Sonne hat mich den ganzen Weg durch begleitet. Es war wunderschön zwischendurch geblendet zu werden. Das Wechseln der Temperatur im Schatten empfand ich als angenehm. Ich hörte meine Schritte und das Tappen der Hundepfoten auf einzelnem noch nicht geschmolzenem Schnee. Auf einer kleinen Lichtung mit Wiese entdeckte ich einen Krokus. Wie schön dieser doch war. Was uns die Natur das ganze Jahr bietet ist unglaublich. Vor allem der Frühling gefällt mir sehr gut mit all den Blumen, welche wachsen und den vielen Farben. Viele Menschen nehmen dies gar nicht mehr wahr. Auch wird immer mehr Abfall im Wald liegen gelassen. Gerade heute habe ich eine Hülle einer Packung Taschentücher aufgenommen. Als Einzelperson kann man dazu beitragen, dass unsere Natur „sauber“ bleibt. Wenn man nur einzelnen Abfall aufnimmt hilft das schon.
Ich habe gemerkt, wie gut mir dieser Spaziergang tut. Im Moment habe ich so viel um die Ohren da vergisst man schnell, was man gegen Stress oder so tun kann. Nämlich in die Natur nach draussen gehen und die Schönheit und Vielfalt der Natur geniessen. Der heutige Spaziergang hat mir eine innere Ruhe bereitet. Ich war zufrieden und ungestresst. Es hat mir gezeigt, dass ich dies viel öfters machen sollte. Ein Spaziergang im Wald oder an einem Bach ist eine tolle Gelegenheit, dem Alltag „zu entfliehen“. Man kann abschalten und die Arbeiten etc. für einen Moment vergessen. Im Sommer werde ich sicher viele Stunden in unserem schönen Garten verbringen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Ich - ein Teil der Natur

Ich habe mir diese Stunde Zeit für einen schönen Ausritt mit meinem Pflegepferd genommen. Erst war ich unsicher, weil es im Auftrag heisst, dies alleine zu tun und ich ja eigentlich durch das Pferd einen Begleiter habe. Ich habe mir dann aber überlegt, dass das Pferd ja einfach ein Teil der Natur ist und mir dadurch eine weitere Naturbegegnung ermöglicht wird. Diese Überlegungen haben dazu geführt, dass ich mir meiner eigenen Angehörigkeit an der Natur bewusst wurde. Denn Natur beinhaltet die Landschaften, die Pflanzen, die Tiere usw. und – nicht zu vergessen – auch den Menschen. Wenn ich mir „Natur“ vorstelle, schliesse ich mich selbst oftmals aus, obwohl der Mensch unumstritten genauso dazugehört.
Beim Reiten wurde mir das noch stärker bewusst und ich habe mich wirklich als Teil des Ganzen gefühlt. Meistens konzentriere ich mich vorrangig auf das Pferd und so konnte ich dadurch, dass ich mich wirklich bewusst auf meine Umgebung konzentriert habe, zusätzlich noch vieles wahrnehmen, was mir sonst oft entgeht. So sind das beispielsweise die Stille und Abgeschnittenheit von der Zivilisation, das Vogelgezwitscher, das Rauschen der Bäume usw. In solchen Momenten fühle ich mich sehr stark der Natur zugehörig. Das ist aber nicht immer so, da es öfters auch wieder einmal vorkommt, dass ich über längere Zeit praktisch ausschliesslich drinnen bin und dadurch keinen wirklichen Bezug zur Natur habe. Da ich aber sehr naturverbunden bin, denke ich oft an die Wichtigkeit der Erhaltung der Natur und denke auch, dass diese Wertschätzung einen Einfluss auf mein Handeln hat. Ich bin überzeugt davon, dass ein grosser Bezug zur Natur ein wesentlicher Aspekt für nachhaltiges Handeln ist und dieser besonders bei Kinder geschaffen und / oder erhalten werden sollte!

Wie klein wir doch sind...

Am Samstag habe ich meine Winterschuhe angezogen und bin etwa 200 Meter durch den Schnee auf einen Hügel gestapft. Da wir sehr auf 1000 Meter über Meer wohnen, hat es bei uns noch sehr viel Schnee. Ausserdem bin ich auf einem sehr abgelegenen Bauernhof zu Hause. Aus diesem Grund bin ich eigentlich der Natur sehr nahe.

Ich habe mich dort einfach in den Schnee gestellt und habe mich umgesehen. Die Aussicht ist wirklich sehr eindrücklich. Rundherum habe ich freien Blick auf die sieben Churfirsten, den Säntis, den Speer und weitere Berge.

In Mitten von dieser stolzen Bergwelt fühle ich mich plötzlich sehr klein und unbedeutend. Diese Berge waren schon lange vor mir da und werden auch noch sehr lange nach meiner Zeit da sein. Diese Berge hätten viele Geschichten zu erzählen, wenn sie sprechen könnten. Ich bin diesen Bergen sehr verbunden. Sie geben mir das Gefühl von Heimat und verleihen mir auch Geborgenheit.

Durch diesen Spaziergang habe ich gemerkt wie wichtig und nahe mir die Natur doch ist. Da ich auf einem Bio-Bauernhof aufgewachsen bin, war ich der Natur schon immer sehr nahe. Meine Eltern haben mir von klein auf die Bedeutung der Natur für uns Menschen weiter gegeben. Sie haben mir schon immer den vorsichtigen und wertschätzenden Umgang mit unserer Umgebung gezeigt und vorgelebt. Ich werde versuchen diese Einstellung auch einmal meinen Kindern weiterzugeben, obwohl es nicht immer so leicht ist.

Mittwoch, 11. März 2009

Luxus pur!

Ich habe meinen Post-it im Badezimmer angebracht. Dieser kleine Zettel hat mich jeden Tag neu an unseren Luxus erinnert. Nach dem Zähneputzen öffne ich mit einer einzigen Handbewegung den Wasserhahn und sofort fliesst glasklares Wasser aus ihm heraus. Ich kann dieses Wasser ohne bedenken trinken. Damit noch nicht genug. Ich mit ein paar Handgriffen die Wassertemperatur an meine individuellen Bedürfnisse anpassen. Im Sommer mag ich es richtig kalt und erfrischen. Im Winter bevorzuge ich das Wasser aber lieber etwas wärmer. Ein paar Drehungen am Wasserhahn und ich habe meine gewünschte Wasserwärme.
Damit ist es aber noch nicht genug. Das gleiche glasklare und saubere Trinkwasser befindet sich auch in der Toilette. Auch dieses Wasser könnte man ohne jeglichen Bedenken trinken. Wir benutzen dieses Wasser aber nur um unserer unverdaulichen Reste wegzuspülen und dazu verbrauchen wir jeden Tag etliche Liter von diesem kostbaren Gut.
Das gleiche Wasser kann ich in unserem Badezimmer noch aus einem weiteren Hahn herausquellen lassen. Auch für die Badewanne gibt es einen separaten Hahn, aus dem ich das Wasser wiederum in meiner gewünschten Temperatur fliessen lassen kann. Natürlich wäre es auch wieder kein Problem dieses Wasser zu trinken. Wir baden aber jeweils nur darin und lassen es danach den Ablauf runter.

Tja, das ist doch schon Luxus pur! Für uns ist es aber ganz selbstverständlich und alltäglich. Jeden Tag spülen wir unachtsam und unbewusst hunderte Liter den Abfluss herunter.

Bewusst bewusst wahrnehmen und leben

In den vergangenen Tagen habe ich verschiedenste Beobachtungen gemacht, die mich zum Nachdenken gebracht haben. So bin ich einmal nach Hause gekommen und stellte fest, dass im oberen Stock unseres Hauses ein Fenster sperrangelweit offen stand. Sofort dachte ich daran, wie viel unnötige Energie dies gekostet haben muss, da es vermutlich den halben Tag über geöffnet war. Momentan sind einige Arbeiter bei uns im Garten beschäftigt, die während der Arbeit jeweils Radio hören. Einmal hörte ich am Morgen, dass sie in die Pause fahren und stellte daraufhin fest, dass sie das Radio eingeschaltet zurückliessen. Dies hat mich ebenfalls etwas geärgert, da es absolut unnötig ist und einen Zeitaufwand von wenigen Sekunden kostet, um das Radio schnell auszuschalten. Eine andere Beobachtung bezieht sich auf die Autofahrer, die jeweils beim Warten an einem Bahnübergang oder einem Lichtsignal über sehr lange Zeit den Motor laufen lassen. Obwohl es oftmals ein Schild hat das darauf hinweist, man soll den Motor abstellen, macht das praktisch niemand. Wieso, ist mir persönlich unverständlich…
Auch habe ich bewusster auf mich selbst und meine Gewohnheiten geachtet und dadurch festgestellt, dass ich meine elektronischen Geräte wie beispielsweise den Laptop oder die Stereoanlage oftmals nur auf Standby-Modus setze, genauso wie ich öfters das Licht in meinem Zimmer angestellt lasse, wenn ich nach unten gehe. Ich habe mir vorgenommen, dies in Zukunft zu ändern, da es wirklich eine Kleinigkeit ist, den Schalter zu drücken und dadurch Energie gespart werden kann.
Es ist noch spannend, dass man sich bewusst machen muss, wirklich bewusst auf die Umwelt zu achten, aber ich denke, es lohnt sich und es ist auch interessant, was einem dadurch so alles auffällt und zum Nachdenken anregt.

Treppen steigen ist gesund

Anfangs habe ich mir überlegt, wo ich diesen Post – it Zettel hinkleben soll. Ich befinde mich selten mehrmals am Tag am selben Ort. Deshalb habe ich ihn auf das Natel geklebt, da ich dieses immer bei mir habe und so gelegentlich darauf schaue.
An sich hat der Blick auf die Notiz nicht viel verändert, denn seit ich dieses Fach besuche beschäftigt mich das Thema der Nachhaltigkeit und ist immer, bei fast allem, was ich tue in meinem Kopf.
Im Verlaufe dieser Zeit habe ich mein Wissen an andere Leute, wie meinem Freund weitergegeben. Ich habe durchgesetzt, dass wir nun anstatt mit dem Lift, in den 4. Stock die Treppe hoch laufen. Die ersten paar Tage begann ich den Lift nur noch hinauf zu benützen und hinab zu gehen. Mittlerweile reduziert sich der Gebrauch des Lifts nur noch auf Tage mit schwerem Gepäck.
Diese Woche habe ich auch intensiv auf die Trennung des Abfalls geschaut. So werfe ich zum Beispiel die Alufolie nicht mehr in den Abfalleimer sondern in einen separaten Sack mit Aludosen, der später, wenn er voll ist in den Alucontainer entleert wird.

Am Dienstag wurden am Bahnhof kleine Ragusa Muster verteilt. Über dieses gratis Probemuster freute ich mich sehr und liess es mir gleich schmecken. Als ich dann die kleine Kartonverpackung wegwerfen wollte, kam mir in den Sinn, dass es eigentlich ins Altpapier gehört. Aus diesem Grund habe ich es in den Rucksack eingepackt und nach Hause genommen, wo es dann im Altpapier landete. Wenig später kam mir in den Sinn, dass die Schokolade in Alupapier eingepackt war, welches ich im Zug in den Abfalleimer entsorgte. Da kam das schlechte Gewissen schon ein bisschen auf, aber eigentlich bin ich stolz auf mich, was sich während den letzten paar Tagen schon alles in meinem Lebensstil geändert hat.
Mein Ziel ist es weiterhin, alle Leute in meinem Umfeld auf gewisse Dinge, die der Umwelt gut tun, aufmerksam zu machen.

Achtsamer Umgang am Tisch

Ich sitze an einem reichhaltig gedeckten Tisch und schaue dabei zum Fenster hinaus. Die Flocken tanzen wild umher. Vor mir stehen Köstlichkeiten in Fülle.
Während der letzten Tage habe ich mich immer wieder mit dem Gedanken der Achtsamkeit auseinandergesetzt und will dies nun auch während des Abendessens tun.
Die Flocken werden immer dichter, während ich zum meinem Lieblingsjogurt der Marke „HIRZ“ greife. Hergestellt wird dies vom Nestle-Konzern. Mir fällt zuerst der ALU- Deckel auf. Ich frage mich, wie viele Menschen diesen wohl in die separate Alu-Sammlung entsorgen und muss ehrlich zugeben, dass es mir manchmal auch zu umständlich ist, diesen zuerst von den Jogurtspuren zu befreien und ihn dann getrennt zu entsorgen. Während ich löffle, fällt mir der Karton auf, welcher den Plastikbecher umgibt. Ein kostbarer Druck gibt die wichtigsten Nährwertinformationen bekannt. Dieser Karton kann abgelöst werden, dies habe ich schon mehrmals festgestellt. Doch wie viele Male habe ich den Karton in die Kartonsammlung gebracht- NIE! Aber heute mache ich es und nachdem ich das Jogurt aufgegessen habe, entsorge ich den Plastikbecher. Ich gehe zum Kühlschrank, da es mich wunder nimmt, wie die anderen Jogurts verpackt sind. Ich kann feststellen, dass die Verpackung der MIGROS genau gleich ist. Die TONI- Jogurt sind in ein Glas, mit Plastikdeckel, abgefüllt. Und die von COOP haben anstelle eines ALU-, einen Plastikdeckel. Kann ich nun sagen, dass das eine oder das andere besser für unsere Umwelt ist?
Bei der richtigen Entsorgung der Verpackungsteile macht es meiner Meinung nach keinen grossen Unterschied, welches Produkt man auswählt. Ich kann mir vorstellen, dass vor allem die Gläser vom TONI- Jogurt separat entsorgt werden. Bei den anderen Verpackungen glaube ich, dass alles aufgrund der Bequemlichkeit vieler Menschen im normalen Abfall landen. Es kann doch nicht sein, dass aufgrund dieser Bequemlichkeit unsere Umwelt darunter leidet.
Diese kurze Sequenz am Tisch hat mir aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass man seine Achtsamkeit auch auf die alltäglichen Tätigkeiten lenkt und sich auch dort mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit auseinandersetzt.
Denn nur, wer im Kleinen seine Verhaltensweisen zu ändern beginnt, kann auch Grosses bewirken.

Dienstag, 10. März 2009

Die Natur zeigt wie...

Während der letzten zwei Tage hatte ich versucht die Leitwörter„achtsam wahrnehmen, achtsam leben“ immer wieder durch meinen Kopf gehen zu lassen, in der Hoffnung meine Umgebung ein bisschen wacher wahrnehmen zu können.

Was mir gestern vor allem aufgefallen ist, war das sonderbare Wetter, aus dem ich meinte nicht schlau werden zu können. Es schien die Sonne, dann kamen dunkle Wolken, starker Wind, grosse Schneeflocken und schon bald wieder konnte ich klaren blauen Himmel erkennen. Was ich interessant fand, sind die stark unterschiedlichen Stimmungen, die dieses wechselnde Wetter mit sich brachte. Kaum kamen nämlich dicke Wolken und beinahe ein Schneesturm, konnte ich mir die warmen Sonnenstrahlen vor wenigen Minuten nicht mehr vorstellen. Ähnlich ging es mir, als es aufgehört hatte zu schneien und die Sonne am blauen Himmel alles wieder erhellte. Sobald etwas Neues kam, hatte ich das Alte schon wieder fast vergessen.
Ich möchte hier einen Vergleich ziehen. Ist es nicht so, dass wir oftmals nur das wahrnehmen, erkennen, bzw. nur gerade an das denken, was wir soeben gerade sehen oder erleben? Das andere scheint dann nicht so real, weil es irgendwo weiter hinten im Bewusstsein abgespeichert ist. Zumindest ertappe ich mich öfters dabei. z.B. wenn ich ein billiges Kleidungsstück kaufen möchte, sehe ich nur, dass es schön und günstig ist, und denke dabei nicht an die Bedingungen, unter denen es möglicherweise hergestellt wurde.
Ich meine damit, dass achtsam wahrnehmen und achtsam leben auf eine hinterfragende und nachdenkende Haltung angewiesen ist, die nicht nur das wahrnimmt, das gerade jetzt sichtbar ist, sondern weiter denkt und sieht.

Zudem ist mir heute, als ich das letzte Stück von meinem Weg nachhause zu Fuss gegangen bin, aufgefallen, dass bereits Schneeglöckchen und sogar andere kleine Blümchen in unserem Garten gewachsen sind. Interessanterweise sind sie mir vorher, obwohl sie mittlerweile schon ziemlich gross sind, nicht aufgefallen. Ich dachte mir, dass es doch erst vor ein paar Tagen noch ziemlich viel Schnee hatte. Wie konnten diese nur wachsen?
Ich ziehe auch hier einen Vergleich: Unsere Umwelt lebt, sie verändert sich ständig und kann sich gut anpassen. Sie ist ausserdem auch sehr stark, wie z.B. die Schneeglöckchen, denen man es nicht unbedingt zutrauen würde. Sie wachsen aber immer ein bisschen, kaum merklich, aber schlussendlich sind sie in ihrer vollen Grösse da.
Wenn wir für die Umwelt etwas tun müssen, so können wir das ebenso machen; Schritt um Schritt, zuerst vielleicht kaum merklich, aber irgendwann kann etwas Grosses daraus entstehen.

Post-It- Zettel Auftrag: Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Meinen Post-It habe ich an den Rahmen meiner Zimmertür geklebt. Dort sehe ich ihn am Morgen wenn ich aufstehe, am Mittag falls ich nach Hause komme und am Abend.
Die letzten paar Tage ist mir bewusst geworden, dass mein Bruder morgens öfters das Licht in seinem Zimmer brennen lässt, wenn er das Haus verlässt. Das hat mich früher nie besonders gestört. Oft habe ich es dann einfach selbst ausgeschaltet. Ich habe meinen Bruder dann darauf aufmerksam gemacht und ihm erklärt, wie umweltbelastend das ist. Die nächsten paar Tage werde ich vermehrt darauf achten und beobachten, ob er etwas daran ändert. Er hat mich nämlich zu erst ein bisschen komisch angeschaut. Ich habe ihm dann unseren Auftrag erklärt und er fand es eigentlich gut, dass ihm das jemand einmal erklärt hat.
Was mir in unsere Küche aufgefallen ist, ist unsere Kaffeemaschine. Diese ist nicht auf dem Stand-By Modus sondern ganz ausgestellt, sowie auch alle anderen elektronischen Geräte in unserem Haushalt. Das finde ich sehr gut. Nicht nur wegen der Umwelt sondern auch wegen der Gesundheit. In der heutigen Zeit sind wir so vielen Strahlen ausgesetzt, da finde ich es wichtig, dass man an kleinen Dingen arbeitet um dem vorzubeugen.
Was mich an einem Nachmittag zum Nachdenken angeregt hat, war das Bild eines Mannes, welcher den Schnee auf seinem Vorplatz mit dem Wasserschlauch weggespritzt hat. Es hätte mich Wunder genommen, ob ihm überhaupt klar war, wie viel Wasser er so vergeudet? Er hätte eine Schaufel nehmen können um den Schnee zu verteilen, damit dieser schneller schmilzt. Es ist schon verrückt auf was für Ideen manche Leute kommen.

Was dieser Post-it positiv bei mir selbst bewirkt hat, war das Ausstecken meines Laptops. Vielfach habe ich diesen über die Nacht aufgeladen. Für was eigentlich? Wenn ich am Laptop arbeite, kann ich ihn ja dann auch aufladen. Genau so ist es mit dem Natel. Dieses stelle ich über Nacht zwar aus, doch den Tag durch läuft es eigentlich die ganze Zeit. Ich werde diese Woche einmal versuchen, mein Natel mehrere Stunden auszustellen.
Viele Menschen nehmen die Umwelt viel zu wenig wahr. Man müsste viel mehr Menschen mit dieser Thematik konfrontieren.

Sonntag, 8. März 2009

Liebe Studierende

Mit grossem Interesse habe ich Ihre oftmals gehaltvollen und informativen Beiträge gelesen! Ich werde chronologisch dazu kurz Stellung nehmen:

Woche 1
Der Footprint wurde von Ihnen als ein sehr anschaulich und einfach zu bedienendes Tool bewertet. Trotzdem schaffen es die durchschnittlich 2.3 verbrauchten Erden nicht, mehr als nur Erschrecken zu provozieren. Den meisten von Ihnen ist bewusst, dass das grösste Sparpotenzial im Wohnen, genauer gesagt im Heizen liegt. Leider stimmt es, dass Änderungen in diesem Sektor mit (meist) grossem finanziellem Aufwand verbunden sind. Dennoch kann jede/r mitsparen helfen, auch bei einer Ölheizung und einer konventionellen Warmwassererzeugung! Zum Beispiel durch kurzes, komplettes Öffnen der Fenster zwecks Lüftung, anstelle von halbtägig gekippten Fenstern, Reduzierung der Raumtemperatur um 1-2 Grad und dafür einen etwas dickeren Pulli, Abstellen des Duschwassers während des Einseifens, ... kleine Schritte, aber bis Sie mehr Mitbestimmung in der Wahl Ihres Heizsystems haben, bringen diese die Welt zusammengenommen weiter voran, als wenn Sie resigniert nichts getan hätten!

Woche 2
Gerade bei den Fahrzeugen ist man geneigt, mit dem Finger auf die Autokonzerne zu zeigen und eine Verschwörung mit den Ölmagnaten zu vermuten. Meine persönliche Meinung nimmt die Konsumenten stärker ins Visier: Ich sehe den fehlenden Boom bei 3l-Autos in ihrer geringen Attraktivität in den Augen der Käufer. Die Verkaufsrate der SUV’s (Sport-Utility-Vehicles) ist selbst in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise nur marginal gesunken. Es bleibt zu hoffen, dass sich langsam eine Trendwende abzeichnet, da grosse, massige Autos je länger je mehr schwer aufs Portemonnaie drücken. Falsch erscheint mir aber der Aufruf, alte Fahrzeuge „abzugeben“ und dafür vergünstigt einen sparsameren Neuwagen erwerben zu können (Verschrottungsprämie, wie sie die BRD zahlt). Da die benötigte Energie, um ein Auto herzustellen, zwischen 12’800 und 25’600 Liter Öl beträgt, ist dieser „Tausch“-Ansatz aus nachhaltiger, ökologischer Sicht völlig irrsinnig.
Sehr gefallen hat mir die Abschlussbemerkung von Frau Weber: Sich ein neues, sparsameres oder mit alternativem Antriebssystem ausgestattetes Fahrzeug zu kaufen, ist gerade für StudentenInnen nicht unbedingt möglich – sparsamer fahren (lernen) kann aber jede/r, ungeachtet des Alters ihres Fahrzeuges!

Zum Thema Glühbirne einige Erläuterungen:
Auszug aus dem Faktenblatt 5 Bundesamt für Energie BFE 21.2.2008:
„… Marktzulassung nur noch für Klassen A –E bis 2012. Daraus leitet sich das Verbot der Energieklassen F und G für Leuchtmittel ab.
… Das Verbot der Energieklassen F und G ist die erste Stufe von Verordnungen…
Die zweite Stufe wird das Verbot der Glühlampen der Energieklasse E sein.
Die Übergangsfrist startet am 1.1.2010. Die Verordnung ist per 1.1.2012 zu erwarten.
Die Energieklasse E beinhaltet alle Standardglühlampen (z.B. 60W matt und klar).“
http://www.osram.ch/osram_ch/DE/Events_Aktivitaeten/Gluehlampenverbot/pdf_/Gluehlampenverbot_Schweiz.pdf
http://www.slg.ch/pdf/AllgInfo_MALampen_0812171.pdf

Mehrmals wurde von Ihnen die Politik ins Spiel gebracht. Einige begrüssen resp. wünschen sich ein Eingreifen im Bereich Energie auf höherer Ebene. Langsam macht sich politisch ein Umdenken bemerkbar, siehe neue, erfolgreiche Parteien wie die Grünliberale Partei oder vermehrte „grüne“ Anliegen, die sich „alte“ Parteien auf die Fahne schreiben. Der einzige Weg diese Tendenz zu verstärken, führt über die Wahl von Parlamentariern, die Ihre Anliegen vertreten.

Woche 3
Ich teile Ihre Meinungen, wonach die verschiedenen Labels sehr hilfreich sind, um sich nicht jedes Mal mit dem Kleingedruckten auseinander setzen zu müssen. Allerdings bedienen sich heute leider sehr viele Produzenten der Begriffe „bio“ und „öko“. Und nicht alle verstehen dasselbe darunter!! Sich deshalb also unbedingt an die unabhängig geprüften Labels wie bspw. Bio Knospe oder Max Havelaar halten, die ihre Grundlagen klar und öffentlich darlegen bzw. von unabhängigen Stellen regelmässig überprüfen lassen.
In mehreren Beiträgen und Kommentaren habe ich gelesen, dass sich die VerfasserInnen fragten, warum diese Produkte so billig sind. Die Gründe hierfür sind:
- sehr günstiger Treibstoff, daher fast kostenloser Transport
- ausbeutende Löhne in Entwicklungsländern
- keine/kaum Umweltschutzgesetze, der die Produktion verteuern/verbieten würde
- grosse Konkurrenz und Abhängigkeit von den Konsumländern, da oft die ganze Wirtschaft auf wenige Exportgüter gestützt ist

Bei Büchern sind die Vertriebskosten am höchsten (Werbung, Verkauf), das Buch selbst kostet in der Herstellung je nach Seitenzahl und Bebilderung ca. zwischen 0.50 und 4.50 Franken – und dabei gilt, je mehr gedruckte Exemplare desto billiger das einzelne Buch!

In puncto Kleidung wurden „faire Preise“ genannt, sodass alle Beteiligten in der langen Kette am Kleidungsstück verdienen können. Die Frage ist nur – was heisst „fair“ oder anders gefragt, wer wäre bereit für ein Hemd 200.- Franken oder mehr zu bezahlen, würden alle Aspekte berücksichtigt (faire Löhne, faire Treibstoffkosten, faire Ressourcennutzung, faire Arbeitsbedingungen, etc)? Dazu ein spannendes Buch: „Reisebericht eines T-Shirts: Ein Alltagsprodukt erklärt die Weltwirtschaft“, Pietra Rivoli und Christoph Bausum von Ullstein Tb (2007)


Ich freue mich auf die nächsten Beiträge!
Ursula Wunder

Mittwoch, 4. März 2009

Der Osterhase

In allen Läden sind schon wieder Osterhasen ausgestellt. Diesem Angebot konnte ich nicht widerstehen und kaufte mir einen Osterhasen von Frey.
Aus diesem Grund, habe ich den Weg von der Kakaobohne bis zum Schoggihasen von Frey in meinem Magen unter die Lupe genommen.

Die Kakaobohnen werden von Familienunternehmen in Ghana angepflanzt. Im Familienunternehmen sind nicht selten auch Kinder an der Arbeit beteiligt.
Die Kakaobohnen werden dann in die Schweiz geliefert, wenn möglich, mit der Bahn. Das heisst, die Bahn verdient auch einen Teil am Schoggihasen.

Angekommen in der Schweiz werden die Kakaobohnen mit Milch aus der Schweiz zur Schokolade verarbeitet. Der Bauer verdient dank der Milch auch an der Herstellung des Osterhasen.
Die Menschen, die die Schokolade zubereiten und in eine Form giessen, tragen den Hauptteil an der Herstellung bei. Vielleicht müssen sie auch nur die Maschinen bedienen, die die Schokolade herstellt.
Der fertig geformte Hase wird verpackt und ist bereit zur Auslieferung in die Migros. Dazu braucht es Leute, die die Waren in einen Lastwagen reinladen und den Chauffeur, der die Ware mit dem Lastwagen zur Migros bringt.
Das Migrospersonal nimmt die Ware entgegen und die Angestellten räumen die Hasen, worunter sich auch meiner befindet, ins Regal ein.
Dann komme ich an einem Samstagmorgen daher und suche mir einen Hasen von Frey aus, weil er Haselnussstücke enthält. Ich bezahle ihn an der Kasse und esse ihn genüsslich zu Hause. Somit hätte ich die ganze Migros unterstützt.

Bei meinen Recherchen habe ich gelesen, dass die Firma Frey Hilfsprojekte in Ghana unterstützt. Da habe ich die Schokolade beruhigt geniessen können, mit Gedanken, etwas Gutes getan zu haben.

Dienstag, 3. März 2009

Mein neuer Pullover auf einem langen Weg


Heute ist das Paket vom Versandhaus mit dem bestellten Pullover bei mir angekommen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, es bietet sich aber gerade auch an, mir Gedanken zu machen, wer nun alles für mich und meinen Pullover gearbeitet hat.
Die Etikette verrät mir, dass der Pullover in Bangladesh hergestellt wurde und 100% aus Baumwolle besteht. Die Baumwolle kommt aber höchstwahrscheinlich aus einem ganz anderen Teil der Welt. Dort wurde sie angepflanzt. Arbeiter der Plantage schauen, dass sie gut wachsen und pflücken sie, wenn die Zeit reif ist. Nun werden sie weitertransportiert. Mit dem Schiff, dem Flugzeug oder per LKW, wo immer sie auch hingeliefert werden müssen. Für diesen Transport braucht es Lastwagenfahrer, Matrosen oder Piloten. Nun wird die Baumwolle gewaschen. Dies passiert meist in einer Fabrik, wo die Leute angestellt sind. Maschinell geht das heute meist zu und her. Das heisst konkret, dass dafür auch Maschinen gebraucht werden, die von jemandem gebaut werden mussten – Maschinenbauer, Fabrikarbeiter und nicht zuletzt Ingenieure.
Aber ich bleibe auf dem direkten Weg meines Pullovers. Die Baumwolle wird nun zu einem ersten Stoff gesponnen, der anschliessend eingefärbt wird. Auch hier bin ich auf die Fabrikarbeiterinnen und –arbeiter angewiesen. Schneiderinnen schneiden den Stoff und nähen ihn anschliessend mit der Nähmaschine (auch diese mussten zuerst einmal hergestellt werden). Sie haben den Auftrag von einem Designer bekommen, der genau weiss, wie das Endprodukt ausschauen soll.
Nun geht mein Pullover wieder auf weite Reise mit Schiff oder Flugzeug zu einem Grossverteiler, welcher ihn dann weiter an kleinere Versande verkauft. Es braucht hier also nebst den Arbeitern in dem Geschäft auch Verkäufer, die sich um die ganze Administration kümmern. Nun ist mein Pullover beim Versandhaus angekommen. Angestellte haben meine Bestellung erhalten und geben diese weiter an die Logistiker. Diese packen den Pullover in einen Karton und übergeben ihn der Post. Dort werden die Pakete sortiert und dann nach Region verteilt. Der Pöstler bringt mir das Paket bis vors Haus, mit einer Rechnung selbstverständlich. Ich habe mich darüber gefreut und werde nun die Rechnung einzahlen, damit auch die Angestellten der Bank für mich weiterarbeiten können.

Es ist unglaublich, wie lange und vielfältig diese Kette von Arbeitern für einen Pullover ist. Auf der einen Seite erschreckt mich das ein bisschen, auf der anderen Seite denke ich, dass bei fairem Preis dies fast allen Arbeitenden zu Gute kommt, da viele Menschen in armen Ländern froh darüber sind, wenn sie ein bisschen Geld verdienen können. Ich bin der Meinung, dass man gut hinter die verschiedenen Ladeketten schauen muss und selbst entscheiden soll, wo man sich etwas kaufen kann und will
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Montag, 2. März 2009

"Calvin + Hobbes" gehen auf Reisen

Ich habe mir überlegt, was ich denn eigentlich oft und regelmässig konsumiere. Je mehr ich nachdachte, desto länger wurde die Liste und es wäre sinnlos diese aufzuschreiben (ausser ich würde es tun, um mir dessen bewusster zu werden).

Etwas, das ich jeden Morgen besonders gerne tue, ist im 20min nach der Witzseite zu suchen, und „Calvin + Hobbes“ zu lesen. Nun frage ich mich, wen und was es alles dazu brauchte, bis ich mich heute Früh bei einem grossen Gratiszeitungsstapel bedienen und „Calvin + Hobbes“ lesen konnte. Ich denke auf jeden Fall, dass es genaueren und zeitaufwändigeren Aufwand bedürfte, um wirklich sicher alle Mitbeteiligten nennen zu können. Dennoch versuche ich es, nach meinem Wissenstand und kleiner Recherche, aufzuzeigen, wer alles zu diesem Luxus beigetragen hat:

Der Redakteur einer Zeitung macht der Geschäftsleitung den Vorschlag täglich eine Comicstrip von „Calvin + Hobbes“ in die Witzseite aufzunehmen. Bekommt er das O.K., gibt er einem Akquisiteuren (= eine Person, die Anzeigen für eine Zeitung einholt) den Auftrag mit Bill Watterson, dem Erschaffer von „Calvin + Hobbes“, in Kontakt zu treten und mit ihm einen Vertrag zu schliessen. Möglicherweise geschieht dies allerdings wiederum mittels einer weiteren Person, die für Bill Watterson arbeitet. Ist der Vertrag in Ordnung, macht ein Graphiker das Layout der betreffenden Seite. Das fertige Blatt kommt dann schliesslich mit dem Rest der Zeitung in die Druckerei. Dort wird die Zeitung von einer Spedition abgeholt und jeden Morgen früh an sehr vielen Bahnhöfen in der Schweiz verteilt, wo sich die Passanten / die Passantinnen kostenlos bedienen dürfen.

Nun habe ich den groben Weg meines Lieblingscomicstrips erläutert. Die Personen, die ich aber noch gar nicht erwähnt habe, sind die Arbeiter, die für Drucker, Papier, Computer und vieles mehr sorgen. Allein schon das Papier wäre eine weitere interessante Geschichte, vor allem eben mit dem Fokus auf eine nachhaltige Zukunft.

Was rein den Comic betrifft, denke ich aber, dass er vor allem Arbeitsplätze schafft. Einige Leute und ihre Fähigkeiten sind schlussendlich dafür notwendig. Etwas Besonderes an der ganzen Sache ist, dass ich keinen Beitrag für den Konsum leisten muss. Indirekt tue ich es wahrscheinlich durch Reaktionen auf enthaltene Werbungen im 20min, dennoch empfinde ich nicht wirklich, als würde ich eine Gegenleistung aufbringen.

Die Post ist (endlich) da!

Als ich heute nach Hause gekommen bin, habe ich ein Paket vorgefunden, welches die Post mir gebracht hat. Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, war der Inhalt dieses Pakets. Anhand von diesem Beitrag möchte ich mir nun einige Gedanken über den Weg von diesem Paket, von der Bestellung bis zum heutigen Tag machen.

Ich habe das Buch über das Internet bestellt. Es braucht also jemanden, der diese Bestellung aufnimmt und weitergibt. Auch wenn dies noch mit dem Computer gemacht wird, braucht es dass jemanden, der das richtige Buch aus einem Regal hervor sucht. Danach muss das Buch verpackt und eine Rechnung für mich geschrieben werden. Das Paket muss frankiert und zur Post gebracht werden. Von dort aus wandert das Paket zusammen mit anderen Paketen und Briefen in ein Briefverteilungszentrum. Dies geschieht entweder mit dem Zug oder mit einem Lastwagen. Im Briefverteilungszentrum wird die Post sortiert. Das Paket wird wieder per Zug oder Laster an die Poststelle meiner Gemeinde gebracht. Die Postangestellten sortieren die Sendungen und beladen ihre Fahrzeuge mit der Post, welche sie auszutragen haben. Meine Post wird auf ein Auto verladen. Ein Postbote teilt seine Ladung aus und legt das Paket mit meinem Buch in meinen Briefkasten.

Es sind einige Handgriffe, die erledigt werden müssen, bis ich das Buch in die Hände nehmen kann. Und trotzdem kostet das Buch nur 17.95 Franken.
Der Preis von diesem Buch kann bestimmt auch so tief gehalten werden, da immer mehr Arbeitsschritte von Computern übernommen werden.

Eine lange Reise in kurzer Zeit...

Da ich eine Freundin in Island habe, mit der ich regelmässig Briefe schreibe, habe ich mir Gedanken über die verschiedensten Beziehungen gemacht, die benötigt werden, bis ein von mir verfasster Brief bei meiner Freundin in Island ankommt.
Beginnen muss man eigentlich bereits beim Briefpapier. Allein dafür mussten schon unzählige Personen ihren Beitrag leisten, so beispielsweise für die Verarbeitung des Holzes, das für die Herstellung des Papiers verwendet wird. Um nun aber zum eigentlich Brief zurückzukommen (der ja auch noch eine unter Umständen bereits weitgereiste Briefmarke benötigt), der zuerst von seinem Verfasser direkt zur Post oder – wahrscheinlich weitaus häufiger – zum Briefkasten gebracht werden muss. Von dort holt ihn dann der Briefträger ab und bringt ihn zur Poststelle. Dann wird er abgestempelt und an eine grössere Stelle weitergegeben, was natürlich bereits aufwändig sein kann, da der Brief unter Umständen via Bus und Bahn „reisen“ muss. Dort wird er sortiert und gelangt dann in meinem Fall mit dem Zug nach Zürich, wo er auf das Flugzeug umsteigt und so nach Keflavik kommt. Von dort aus geht es mit dem Bus weiter bis nach Reykjavík, wo mein Brief dann wiederum in einer Poststelle sortiert und von den dortigen Briefträgern verteilt wird. Schlussendlich kann meine Freundin dann einfach den Briefkasten öffnen und meinen Brief herausnehmen. Dieser ganze Vorgang dauert im Normalfall ein paar wenige Tage.

Ich habe mir schon öfters Gedanken darüber gemacht, was mein Brief wohl alles so „erlebt“, bis er an dem von mir gewünschten Ziel ankommt und finde es jedes Mal von Neuem faszinierend, wie die Menschheit es schafft, über so viele verschiedene Stellen und sogar über die eigenen Landesgrenzen hinaus meist reibungslos zu funktionieren. Auch merkt man so wieder, wie selbstverständlich wir solche Dienstleistungen nehmen und es uns gleich massiv stört, wenn es eben einmal nicht klappt. Wir sollten uns dann wieder mehr bewusst machen, wie viele unzählige Male alles auf Anhieb funktioniert und kleine Zwischenfälle mehr als menschlich sind, besonders wenn die ganze Angelegenheit – wie bei fast jedem Konsumgut – von so vielen verschiedenen zu funktionierenden Verknüpfungen abhängig ist.

Von der Kakaobohne zu meiner heissgeliebten Schokolade….

Fast jeden Tag esse ich Schokolade. Konkret mit der Herkunft und der Verarbeitung der Schokolade habe ich mich noch nie auseinandergesetzt. Doch bis die Schokolade fix fertig zu uns ins Geschäft kommt, durchläuft sie diverse Stationen.

Um Schokolade herzustellen, braucht man die Kakaobohne aus der Kakaofrucht. Diese exotischen Früchte wachsen in den tropischen Zonen Afrikas, Amerikas und der Äquatorialinseln. Entweder wird Kakao auf Plantagen angebaut oder in kleinen Familienbetrieben.
Die meisten Menschen in diesen Gebieten verdienen ihren Lebensunterhalt als Bauern. Sie erzeugen landwirtschaftliche Produkte, die sie an die reichen Länder verkaufen können, z.B. eben Kakao. Nicht für alle Menschen sind die Arbeitsbedingungen gleich. Viele Arbeiter verdienen nicht mehr so viel am Kakao wie vor zwanzig Jahren. Weil die Preise so sehr gesunken sind und die Menschen für die gleiche Arbeit viel weniger Geld bekommen, können viele Familien kaum noch von dem Erlös leben.
Möchte man „Faire-Ware“ kaufen und solche Leute unterstützen, muss man auf das FairTrade Siegel achten. Dafür werden für den Kakao nämlich angemessene Preise bezahlt. So können die Menschen ihren Lebensunterhalt decken. Findet man auf Schokoladenpackungen die unten aufgelisteten Zeichen, weiss man, dass es fair gehandelte Produkte sind.


Nach der Ernte werden die Kakaofrüchte aufgeschlagen und die Bohnen von Hand herausgelöst. Diese werden in Kisten gelagert. Der Zucker beginnt nun zu gären und es laufen verschiedene Umwandlungen in der Kakaobohne ab, die den guten Geschmack erzeugen. Sie werden getrocknet und dadurch verlieren sie an Volumen. Nach dem die Bohnen getrocknet sind, werden sie in Säcke gepackt und in andere Länder verschifft, wo man die Bohnen weiterverarbeitet.

In den Fabriken der Verbrauchsländer werden sie gereinigt und geröstet. Viele Arbeiter sind an diesem Prozess beteiligt.

Danach wird Kakaomasse und Kakaobutter aus den Bohnen hergestellt. Diese benötigen wird für die Herstellung. Die Kakaomasse wird mit Kakaobutter und Zucker vermischt. (Für Milchschokolade muss man noch Milchpulver dazugeben)
Jetzt mischt man die Schokoladenmasse und rührt diese. So wird die Schokolade geschmeidig. Man muss besonders langsam und stundenlang bei niedriger Temperatur rühren.
Nach diesem langen Vorgang kann man die Masse endlich in die Form füllen, auskühlen lassen und aus der Form nehmen. Nun kann die Schokolade an die verschiedenen Filialen weiterverkauft werden.

Phuu, diese Kakaobohnen haben eine lange Reise hinter sich. Was mich erstaunt hat, war der Punkt, wie viel die Menschen verdienen, welche Kakao anpflanzen. Ohne diese Menschen müsste ich auf meine Schokolade verzichten! Ich habe noch nie wirklich auf die Symbole geachtet, welche für fairen Handel stehen. Dies werde ich aber von nun an öfters tun. Ich finde es nämlich wichtig, dass die Menschen gerechte Arbeitsbedingungen haben und für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden.
Annina Grämiger LG06Ac

Mittwoch, 25. Februar 2009

Tierschutz hat seinen Preis (Migros Magazin, 23.2.2009)

Viele Tiere werden in der Schweiz artgerecht gehalten. Da nun aber aufgrund des Preiskampfes die Preise immer tiefer gesetzt werden und ausländische Exporteure ihre Ware in der Schweiz verkaufen, hat der Zürcher Tierschutz Angst, dass das Wohl der Tiere gefährdet werden könnte. Fleisch, das aus artgerechten Haltungen stammt, hat seinen Preis. Auf vielen Produkten steht ein so genanntes Label. Dies zeigt, dass die Tiere richtig gehalten werden und daneben auch die Nutzfläche für die Artenvielfalt von wilden Tieren und Pflanzen gefördert wird.
Meiner Meinung nach, kommen in diesem Artikel alle Dimensionen der Nachhaltigkeit zum Zuge. Die ökonomische Komponente zeigt sich in der Preissenkung und somit dem Preiskampf, von welchem alle Hersteller mitgezogen werden. Denn wer nicht mitmacht, kann weniger verkaufen und könnte im schlimmsten Fall einen Konkurs riskieren. Dies ist auch bei diesem Artikel der Fall. Die Bauern und Tierzüchter haben Angst, dass sie aufgrund der ökonomischen Komponente (Preissenkung) die Ökologische (Wohl des Tieres) und Soziale( eigene Vorstellungen von Tierhaltung / Anspruch auf fairen Lohn) Dimensionen vernachlässigen müssen. Da alle Bereiche in dieser Thematik vorhanden sind, erachte ich die Thematik als sehr zentral und nicht zu unterschätzen.



Opfer des eigenen Erfolges ( Wiler Volksfreund, 25.2.09)

50 Jahre ist es her, seit in Strassburg der europäische Gerichtshof für Menschenrechte gegründet wurde. Rückblickend kann man sagen, dass dies ein wagemutiger Entscheid war, da dies auf der ganzen Welt die erste Stelle war, die sich offiziell mit dieser Thematik auseinander setzte. Die Zahl der Beschwerde wächst, nicht zuletzt, weil immer vermehrt auch Personen aus nicht europäischem Lebensraum ihre Probleme hier deponieren. Seit zwei Jahren warten noch mehr als 100 000 Beschwerden auf die Mitarbeiter, die sie noch nicht beantworten und den Hilfe suchenden Menschen somit keine Unterstützung bieten konnten. Die Organisation ist somit dringend auf Unterstützung angewiesen.
Bei diesem Artikel geht es vor allem um die soziale Dimension. Die Umsetzung von gleichen Rechten für alle Menschen ist noch lange nicht in allen Teilen Europas vollzogen. Meiner Meinung nach ist dies die Basis damit die Menschen überhaupt zusammenleben können. Wo kommen wir denn hin, wenn dieses Recht nicht einmal unter uns industrialisierten Ländern eingehalten wird?

2 aktuelle Möglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft

Ich musste nicht lange suchen und schon sind mir zwei ziemlich interessante Berichte im Zusammenhang mit nachaltiger Zukunft in die Hände gefallen.
Bem ersten Artikel handelt es sich um spritverbrauchsarme Autos (Sprit sparen für die Umwelt, Migros Magazin, 23.Februar 2009). Darin wird beschrieben, welche Bestrebungen verschiedene Autohersteller bezüglich umweltfreundlicheren Autos betreiben. Einige haben bereits Modelle auf den Markt gestellt (z.B. Opel Corsa's Sparvariante verbraucht nur 4,1 l/100km). Interessanterweise zeigen die Hersteller aber nicht sehr grosses Interesse die Spartechnik auf alle Modelle anzuwenden... Volkswagen stellte sogar ein Drei-Liter-Auto her, dessen Prduktion aber nach kurzer Zeit wegen zu hohem Preis wieder eingestellt werden musste. Im Grossen und Ganzen wird aber gesagt, dass die Mehrkosten gegenüber den Normalmodellen oft gering sind.
Es gibt also Möglichkeiten, auch in angemessenen Preisverhältnissen, ein "umweltfreundliches Auto" zu kaufen. Mir ist aber bewusst, dass die Auswahl noch sehr klein ist (vor allem, wenn man die eigentlichen Möglichkeiten der Autohersteller betrachtet) und dass, wenn jemand ein solches Auto fahren möchte, einen Neuwagen kaufen muss. Will oder muss man Geld sparen, und deshalb eigentlich nur ein Gebrauchtwagen in Frage käme, ist es schwierig.
Den letzten Satz in diesem Artikel möchte ich zitieren: "Denn schliesslich entscheidet noch immer der Fahrstil des Lenkers." Mit dieser Aussage fühle ich mich angsprochen und sehe, dass ich jetzt, auch ohne Sparauto, durch meinen Fahrstil sparsam(er) fahren kann.

Im zweiten Artikel handelt es um Biogas (Biogas: Power vom Bio-Bauer, Coopzeitung, 24.Februar 2009). Es wird anhand der Pionieranlage vom Bauer Stalder im Wallis erklärt, wie aus Gülle, Mist und Gastroabfällen Strom gewonnen werden kann. In einem Vergährungsvorgang, der ohne Sauerstoff abläuft, wird aus den organischen Abfällen Gas. Wird dieses Gas in Motoren verbrennt, ensteht Strom. Die genannte Anlage im Wallis produziert so Storm, der für ca. 400 Einfamilienhäuser aureicht. Zusätzlich entsteht Abwärme, die ca. 80t Heizöl entspricht. Es ist auch interessant, dass weder das Gas, noch der Strom, noch die Wärme CO2 freisetzt.
Der Gründer dieser Biogasanlage erläuterte, dass der Anfang sehr schwirig war, da die Menschen in seiner Umgebung nicht besonders gierig auf so eine Anlage waren. Ich denke es braucht immer noch etwas Zeit, bis sich die Denkweisen der meisten Menschen geändert haben. Nämlich zu einer Denkweise für eine nachhaltige Zukunft. Es gibt nämlich viele gute Alternativen, die unsere Umwelt nicht derart belasten.

Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit

Im St. Galler Tagblatt habe ich am 24. Februar 2009 einen Artikel mit der Überschrift „Atomkraft spaltet die Schweiz“ gesehen. Darin heisst es, dass die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die Stromlücke mit Energiesparmassnahmen bekämpfen möchte. Dabei wären sogar 56 Prozent bereit, einen Aufpreis von 20 Prozent für Strom aus erneuerbaren Energien zu bezahlen. Anderseits möchten 50 Prozent der Bevölkerung weiterhin Atomkraftwerke betreiben oder sogar zusätzliche errichten.
Im Artikel „Alte Glühlampen bald verboten“ (St. Galler Tagblatt vom 25. Februar 2009) wird darüber informiert, dass die Umweltkommission des Nationalrats stromfressende Glühlampen rasch aus dem Verkehr ziehen möchte. So verlangt der Vorstoss, dass Lampen bestimmter Effizienzklassen ab Anfang 2012 verboten sein sollen.
In beiden von mir gewählten Artikeln geht es um die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit. Diese beinhaltet nämlich unter anderen die Reduzierung der Schadstoffeinträge. Dies kann zum einen durch eine nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen wie beispielsweise Strom aus Solarenergie, aber auch durch eine minimale Nutzung nicht-erneuerbarer Energien wie in diesem Beispiel den Verzicht auf stromfressende Glühlampen erreicht werden.
Im ersten Artikel wird deutlich, dass sich bei solchen Themen die Geister scheiden. Viele Menschen sind dazu bereit, sich trotz Mehrkosten für die Nachhaltigkeit einzusetzen, viele wollen aber genau das nicht. Aus diesem Grund finde ich es gut, wenn auch der Staat gewisse Regelungen vorgibt, an die sich dann die ganze Bevölkerung halten muss, so wie im zweiten Artikel das Verbot von bestimmten Glühlampen. Oft ist es so, dass nur durch die Gesetze von oben wirklich etwas bewirkt werden kann.

Ein Einkauf, der weniger Spuren hinterlässt

„Was immer Sie in Ihren Einkaufskorb legen, es hinterlässt Spuren.“
So heisst es in einem Artikel aus der Coop Zeitung. Darin geht es darum, dass viele Fischarten von Aussterben bedroht sind, die wir täglich kaufen, ohne uns bewusst zu sein, was für Auswirkungen dies hat.
Deshalb bietet der Coop Fische aus Bio-Zucht von Naturaplan oder mit dem MSC-Label für nachhaltigen Wildfang an.

Unter anderem bringt Coop eine Kreditkarte, die sich Coop Verde American Express nennt, auf den Markt. Es heisst, dass 0,5 % des Umsatzes, den man mit dieser Kreditkarte erzielt, in ausgewählte nachhaltige Projekte fliessen. In einer ersten Phase sind dies Projekte des WWF.

Ich wusste nicht, dass sich der Coop für die Nachhaltigkeit einsetzt.
Als ich den Artikel über die Kreditkarte gelesen habe, machte ich mir Gedanken darüber, ob ich mir solch eine Kreditkarte anschaffen soll. Im Moment habe ich noch keine, aber ich werde mich mal darüber informieren und mir eventuell eine anschaffen, da es für einen guten Zweck wäre. Damit könnte ich schon ein Stück mehr der Welt sorge tragen.


In einem zweiten Artikel wird berichtet, dass alte Glühlampen verboten werden sollen. Die Umweltkommission des Nationalrats will nämlich Strom fressende Glühlampen rasch aus dem Verkehr ziehen. Diese Lampen sollen gemäss dem Artikel Anfangs 2012 verboten werden.

Dieser Artikel erinnerte mich an meinen ersten Blog, als ich erwähnte, dass es besser wäre, alle alten Haushaltsgeräte abzuschaffen und durch neue zu ersetzen. Diese Motion ist ein Schritt in diese Richtung.

Im Allgemeinen war ich überrascht, dass es doch so viele Artikel über Nachhaltigkeit in den Zeitungen hat. Anscheinend machen sich doch mehr Leute als ich angenommen hatte, Gedanken über die Zukunft unserer Erde.

Zwei alternative Energieversorgungsprojekte

Ich habe mich für zwei Texte über Alternative Energien entschieden.

Der erste Text stammt aus dem Toggenburger Tagblatt vom 19. Februar 2009. Verfasst wurde er von Matthias Giger.

Ich habe diesen Text gewählt, weil darin ein Projekt aus meiner eigenen Gemeinde thematisiert wird. In Nesslau soll eine Heizzentrale mit Stromerzeugung gebaut werden. Dank dieser Anlage können rund 1,25 Millionen Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden. Zusätzlich soll eine Brennholzzentrale gebaut werden.
Es wird eine Holzschnitzelheizung entstehen, von der aus die Wärme an einzelne Haushalte und Institutionen weitergeleitet wird.

Der zweite Text stammt aus dem St. Galler Tagblatt vom 24. Februar 2009 und wurde von Notker Angehrn geschrieben.

Dieser Artikel handelt von einem Referat, das Thomas Böni aus Frauenfeld vor bäuerlichen Zuhörern gehalten hat. Es rät den Bauern in Mörschwil auf ihr Dach eine Solaranlage zu bauen und den Strom dann dem öffentlichen Verteilnetz zuzuführen.
Die Nutzung der Sonnenenergie müsse unbedingt voran getrieben werden, denn damit erreiche man eine umweltfreundliche Energieversorgung, betonte der Referent.
Das Problem dabei seien die hohen Kosten, welche eine solche Solaranlage mit sich bringe.

Ich finde Projekte, in denen alternative Energieformen gefördert werden sehr wichtig. Leider fehlt bei vielen das nötige Geld. Der Bund hat zwar ein gewisses Maß an Kredite für derartige Projekte zur Verfügung gestellt, doch sind diese Kredite bereits erschöpft. Der Motivationsgrund um umweltfreundliche Energieversorgung zu betreiben liegt bei vielen beim Geld. Aus diesem Grunde sollte die Politik, meiner Meinung nach und unserer Umwelt zu Liebe, weitere Fördermassnahmen bereitstellen.

Dienstag, 24. Februar 2009

Umweltfreundlich Putzen und Wohnen

Im Toggenburger Tagblatt bin ich auf einen Artikel mit dem Titel "Wohnhaus mit Energieüberschuss" gestossen.
In diesem Artikel ging es darum, dass in einer Gemeinde ein Minergiehaus mit sechs 5 ½ Wohnungen gebaut wird, das mehr Energie produziert, als es selber benötigt. Das überschüssige Warmwasser wird an Nachbargebäude abgegeben und der Ökostrom fliesst ins Netz der Gemeinde. Das Ziel dieses Baus ist unter anderem eine Heizöleinsparung von 12000l pro Jahr. Das Haus ist also sein eigenes Kraftwerk. Darum wird das Projekt auch „Kraftwerk B“ genannt. Nebst der Heizöleinsparung gab es noch einige Vorgaben: Hoher Nutzwert, bester Wohnkomfort, optimale Behaglichkeit und bezahlbare Mieten.
Dieses Haus bietet eine kompakte Gebäudeform mit hochwärmegedämmter Gebäudehülle, Fenster mit dreifacher Wärmeschutzverglasung und unsichtbaren überdämmten Fensterrahmen, Sonnenkollektoren, Wärmepumpen- und Wärmespeicheranlage, selbstregulierende Niedertemperatur-Bodenheizung, zentrale Lüftungsanlage sowie ein Warmwasser- Vorwärmespeicher.

Die Baukosten sind 15% höher als bei einem „normalen“ Haus mit einer konventionellen Heizung. Dies hat mich sehr erstaunt. Ich habe immer gedacht, dass Minergiehäuser viel teurer sind was die Baukosten anbelangt. Mit Minergiehäusern kann man aber langfristig Geld sparen. Dies ist heute eine wichtige, ökonomische Überlegung.
Ökologisch betrachtet sind Minergiehäuser sehr gut, um den Energieverbrauch zu verringern.

Toggenburger Tagblatt vom Montag, 23.Februar 09, Wirtschaftsteil, Seite 11

In der Coop Zeitung habe ich einen Artikel gefunden, indem es um Haushaltsreiniger, welcher die Umwelt nicht mehr/ weniger belasten soll, handelt.
Viele Menschen wollen, dass der Hausputz sich unter dem Motto: „schnell und einfach sauber“ abspielt. Dies klappt aber meistens nur mit viel Chemie. Die meisten Reiniger enthalten waschaktive Substanzen (Tenside), Lösungsmittel und Säuren. Nicht aber das vorgestellte Produkt. „Terra Activ“ wird das „Wundermittel“ genannt und wird zu über 70 Prozent auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Das Lösungsmittel für diesen Glasreiniger ist ein Bio- Alkohol, der vor allem aus Zuckerrüben gewonnen wird. Die Tenside im Produkt werden mit Palmkernöl hergestellt, bei dem der nachhaltige Anbau vom unabhängigen Round Table for Sustainable Palm Oil zertifiziert ist. Damit fördert der Hersteller Henkel den Erhalt der Regenwälder.
Mit diesem Produkt hat man eine saubere Wohnung und ein reines Umweltgewissen, heisst es.

Ich finde es gut, dass man auch bei den Putzmitteln darauf achtet, die Umwelt zu schonen. Viele Putzmittel sind extrem umweltschädlich und enthalten giftige und schädliche Wirkstoffe. Die Inhaltsstoffe des Putzmittels sind biologisch abbaubar. Dies ist ein ökologischer Aspekt, der dafür spricht. Sozial betrachtet schaden diese Stoffe weder Mensch noch Tier und lösen auch keine Nebenwirkungen wie Krankheit, Unwohl sein, Kopfschmerzen etc. aus.

Coop Zeitung Nr.9 vom Dienstag, 24. Februar 09, S.41

Freitag, 20. Februar 2009

Oh oh oh!

Schon beim Ausfüllen des Tests für meinen eigenen biologischen Fussabdruck bekam ich ein schlechtes Gewissen. Manchmal hätte ich daher gerne etwas geschummelt. Aber nein, ich war gnadenlos ehrlich. So hat sich mein schlechtes Gewissen zum Schluss auch gerechtfertigt. Wenn alle Menschen auf Welt so wie ich leben würden, bräuchten wir die Ressourcen von 2.4 Erden. Mit diesem Resultat liege ich zwar noch leicht unter dem Schweizer Durchschnitt, ich bin aber trotzdem nicht stolz darauf. Auch beim CO2 Rechner fiel mein Resultat nicht erfreulicher aus. Einzig im Teil Wohnen bin ich im grünen Bereich. Die beiden anderen Bereiche sind bereits orange.
Ich fand es sehr interessant diese beiden Tests auszufüllen. Die Fragen waren nicht immer einfach und teilweise sehr detailliert. Mir wurde durch die beiden Fragebogen wieder einmal bewusst wie wichtig unsere Umwelt ist und leichfertig wir aber mit ihr umgehen. Für mich persönlich war das Errechnen des biologischen Fussabdruckes eindrücklicher. Es war erschreckend wie verschwenderisch ich doch mit den Ressourcen unserer Erde umgehe. Mit dem CO2 Rechner konnte ich nicht so viel anfangen. Gut finde ich allerdings, dass einem direkt Verbesserungsvorschläge angegeben werden.
Auch bei mir gibt es einiges an Verbesserungspotenzial vorhanden. Für meine Zukunft habe ich mir folgende Vorsätze gefasst, dies gilt dann besonders für den Sommer, wenn ich in meine erste eigene Wohnung ziehen werde.

Ich möchte darauf achten, dass…
…ich regionale, saisonale und auch vermehrt Bioprodukte einkaufe.
…ich sparsam mit dem Wasser umgehen werden.
…ich nur noch Energiesparlampen einsetze.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn jeder bei sich anfängt wir bereits einiges bewirken können.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Mein ökologischer Fussabdruck

Ich fand es interessant die Fragen des Tests zu beantworten und war auf das Resultat gespannt. Viele Fragen fand ich allerdings auch ein bisschen schwierig zu beantworten. Ich bemerkte bald, dass ich über Vieles, was dieses Thema betrifft, nur wenig wirklich weiss, wie es in meinem Zuhause gehandhabt wird. Wahrscheindlich auch darum, weil es zurzeit noch meine Eltern sind, die sich um diese Fragen und Entscheidungen kümmern. Ich möchte mir aber für meine Zukunft auf jeden Fall schon Gedanken machen, wo ich beispielsweise die Energie für die Heizung nehmen möchte. Und hiermit komme ich auch gleich zu den Resultaten vom CO2-Rechner (8,9t), bei denen ich nämlich vor allem in der Heizung schlecht abgeschnitten bin. Für ein eigenes Zuhause spähter, könnte ich mir schon sehr gut Solarenergie vorstellen. Natürlich ist das aber nicht ganz so einfach. Denn ob dies möglich ist, wird von verschiedenen Umständen mitbestimmt. Finde ich eine Mietwohnung, wo das bereits der Fall wäre? Habe ich das Geld, Solarzellen anzuschaffen? usw. Man muss sich also auf alle Fälle gut informieren und umschauen.
Geht man nach dem Footprint-Test, würde es zwei Welten brauchen, würden alle Menschen so leben wie ich. Dies erschreckt mich dennoch, obwohl ich eigentlich nicht gross etwas anderes erwarten konnte, allein schon deswegen, weil ich in der Schweiz lebe. Ich versuche zwar auch jetzt schon sparsam mit Energie umzugehen. Ich lösche das Licht, wenn ich es nicht brauche, stelle die Geräte immer ganz ab usw. Aber es gibt noch viele andere Dinge, die ich ändern kann. Teilweise sind es kleinere Dinge, die ich einfach so ändern kann, beispielsweise die Abfalltrennung genauer zu nehmen. Es sind aber auch andere Sachen, wie z.B. das Auto. Ich benutze doch hi und da das Auto, auch wenn ich im Grunde genommen die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen könnte. Dann handelt es sich um eine Bequemlichkeit und Angwohneit, die ich dann schon schwieriger finde zu verändern.
Auf jeden Fall wurde ich durch die beiden Tests aufmerksam darauf, was meine Gewohnheiten für Auswirkungen haben. Ich möchte in Zukunft mehr auf diese Dinge bedacht sein, und bei Einkäufen usw. kurz zwei Mal zu überlegen.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Mein luxuriöses Leben

Ich bin nicht überrascht über die Resultate der Umfrage, da ich mich immer wieder erwische, wie ich unnötige Energien verschwende. Zum Beispiel fällt es mir auf, dass ich an vielen Orten das Licht brennen lasse, obwohl ich gar nicht im Raum bin oder ich viel zu lange dusche, nur auf die Kosten von meinem Luxus und meinen Bedürfnissen. Aber was ist mit dem Bedürfnis der anderen? Wie dankbar wären sie, wenn sie nur sauberes Trinkwasser hätten und ich bin froh, wenn ich noch zwei Minuten länger unter der Dusche stehen kann und mich vom Wall des warmen Wassers verwöhnen lasse.
Beide Umfragen haben für mich ungefähr die gleichen Resultate hervorgerufen. Ich habe festgestellt, dass ich an vielen Orten sparen könnte und will dies sicher in näherer oder auch späterer Zukunft machen. Viele Dinge sind auch eine Frage der Finanzierung. Wie zum Beispiel die Bio- Produkte. Klar, finde ich den regionalen Anbau und die richtige Haltung sehr zentral, doch was macht man, wenn es einfach dreimal mehr kostet? Muss man sich da als Studentin nicht auch fragen, ob dies das Budget überhaupt zulässt. Ich habe für mich nach der heutigen Befragung festgelegt, dass ich noch vermehrt auf den saisonalen Einkauf achte und somit meinen Beitrag ein Stück weit leiste. Ich will später einen sehr grossen Garten, von wo ich Früchte und Gemüse beziehen kann und somit automatisch die saisonale Ernährung auch berücksichtigt werde.
Später bei meinem eigenen Haus kann ich mir gut vorstellen die Energie über die Sonne zu beziehen, womit ich viel CO2- Ausstoss verhindern kann.
Ich werde in Zukunft das Auto nur wenn nötig benützen und die öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugen. Je nach Wohnlage ist dies einfach auch sehr schwierig. Ich nehme mir aber vor, dass ich Erledigungen verbinde und somit das Auto wirklich nur einmal die Woche einsetzen muss. Dies ist anfangs bestimmt eine gewisse Einschränkung in der Mobilität, da ich nicht mehr alles zu jenem Zeitpunkt erledigen kann, an welchem ich es gerne möchte, sondern wenn genug ansteht und es sich lohnt, das Auto aus der Garage zu holen.
Mein luxuriöses Leben

Ich bin nicht überrascht über die Resultate der Umfrage, da ich mich immer wieder erwische, wie ich unnötige Energien verschwende. Zum Beispiel fällt es mir auf, dass ich an vielen Orten das Licht brennen lasse, obwohl ich gar nicht im Raum bin oder ich viel zu lange dusche, nur auf die Kosten von meinem Luxus und meinen Bedürfnissen. Aber was ist mit dem Bedürfnis der anderen? Wie dankbar wären sie, wenn sie nur sauberes Trinkwasser hätten und ich bin froh, wenn ich noch zwei Minuten länger unter der Dusche stehen kann und mich vom Wall des warmen Wassers verwöhnen lasse.
Beide Umfragen haben für mich ungefähr die gleichen Resultate hervorgerufen. Ich habe festgestellt, dass ich an vielen Orten sparen könnte und will dies sicher in näherer oder auch späterer Zukunft machen. Viele Dinge sind auch eine Frage der Finanzierung. Wie zum Beispiel die Bio- Produkte. Klar, finde ich den regionalen Anbau und die richtige Haltung sehr zentral, doch was macht man, wenn es einfach dreimal mehr kostet? Muss man sich da als Studentin nicht auch fragen, ob dies das Budget überhaupt zulässt. Ich habe für mich nach der heutigen Befragung festgelegt, dass ich noch vermehrt auf den saisonalen Einkauf achte und somit meinen Beitrag ein Stück weit leiste. Ich will später einen sehr grossen Garten, von wo ich Früchte und Gemüse beziehen kann und somit automatisch die saisonale Ernährung auch berücksichtigt werde.
Später bei meinem eigenen Haus kann ich mir gut vorstellen die Energie über die Sonne zu beziehen, womit ich viel CO2- Ausstoss verhindern kann.
Ich werde in Zukunft das Auto nur wenn nötig benützen und die öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugen. Je nach Wohnlage ist dies einfach auch sehr schwierig. Ich nehme mir aber vor, dass ich Erledigungen verbinde und somit das Auto wirklich nur einmal die Woche einsetzen muss. Dies ist anfangs bestimmt eine gewisse Einschränkung in der Mobilität, da ich nicht mehr alles zu jenem Zeitpunkt erledigen kann, an welchem ich es gerne möchte, sondern wenn genug ansteht und es sich lohnt, das Auto aus der Garage zu holen.

Test ökologischer Fussabdruck und Co2- Rechner

Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umwelt - die Umwelt ist das Produkt des Menschen.
Benjamin Disraeli (1804-81), brit. Politiker u. Schriftsteller, 1868 u. 1874-80 Premiermin.

Das Ausfüllen des Testes war sehr spannend. Ich habe mir schon einige Gedanken darüber gemacht, wie ich umweltfreundlicher leben kann. Im Grossen und Ganzen, auch nach den Ergebnissen dieses Testes kann ich sagen, dass ich eher umweltfreundlich lebe. Ich trenne Abfall, stelle das Licht aus, wenn ich einen Raum verlasse und benütze so oft wie möglich öffentliche Verkehrsmittel. Es gibt aber immer noch Verbesserungspotenzial, das ist mir klar. Mit den obenerwähnten Dingen ist dies leider noch nicht getan.

Einzelne Ergebnisse konnte ich aber nicht beeinflussen. Wie zum Beispiel die Fragen zur Isolierung, Wohnfläche und zum Energiehaushalt. Ich wusste, dass ich eher schlecht abschneiden würde, da unser Einfamilienhaus seit 26 Jahren steht und damals entsprach das Haus dem Standard mit all seiner Heizanlage und Elektrogeräten. Seit ein paar Jahren haben wir aber einzelne Elektrogeräte ausgewechselt (Backofen, Kühlschrank, Geschirrspüler und Waschmaschine). Der Trockner wurde ganz abgeschafft. Die Anschaffung einer neuen Heizanlage wäre eine grosse finanzielle Auslage. Dies wäre ein Punkt, in dem ich Verbesserungspotenzial sehe. Im Moment kann ich daran aber noch nichts ändern. Später, wenn ich eine eigene Wohnung habe, werde ich aber versuchen, vermehrt darauf zu achten wie ich heize und was für Elektrogeräte vorhanden sind. Wo ich aber ganz klar noch dahinter muss, ist der Punkt mit dem ausschalten der Geräte. Meine sind oft im Standby- Modus, was sehr schlecht ist. Daran werde ich ab sofort arbeiten.

Was mich erfreut hat, war das Ergebnis der Fragen zur Ernährung. Bei mir zu Hause wird sehr oft saisonal gekocht. Meine Mutter kauft teilweise Bioprodukte. Ich schaue beim Einkaufen auch eher auf diese Produkte. Sie sind leider teurer aber ich weiss woher sie kommen und wie die Tiere gefüttert werden. Ein Punkt der auch dafür spricht ist der, dass keine Isektizide verwendet werden.

Ich denke diese zwei Tests sind gut um einmal zu sehen, wie man wirklich haushält und wo man sparen könnte. Die Fragearten unterscheiden sich nicht gross.

Jede Person sollte sich bewusster darüber werden, wie man dazu beitragen kann, die Umwelt zu schonen. Man kann klein beginnen, aber Grosses damit bewirken.

Fussabdruck und CO2 - Verbrauch

Mein aktuelles Ergebnis im Ländervergleich

USA

24,3 t
Deutschland

12,1 t
Österreich

11,4 t
Dein aktuelles Ergebnis inkl. Konsum-Pauschale

10,4 t
China

3,1 t
Indien

1,9 t

Maßnahmen-Vorschlag
Einsparung [%]

Mobilität

10% des motorisierten Individualverkehrs auf den Öffentlichen Verkehr verlegen, 5% des motorisierten Individualverkehrs auf das Fahrrad verlegen
-0,71

Ernährung

Weitgehender Umstieg auf Bio-Produkte, Weitgehender Umstieg auf saisonale Produkte, Reduktion des Fleisch-Konsums
-63,84

Wohnen

Umstieg auf Ökostrom, Heizung mit Fernwärme aus Biomasse, Warmwasser mit Solarenergie, Einsatz von Energiesparlampen
-86,05
Szenario-Ergebnisinkl. Konsum-Pauschale

6,1 t
-57,37
Das Ergebnis beim Fussabdruck beträgt 2.7 Erden
Beim Test über den eigenen Fussabdruck erfuhr ich, wie viele Erden ich bräuchte, wenn ich mein Leben wie bis anhin fortführen würde.
Ich war immer der Meinung, dass ich achtsam mit der Welt umgehen würde.
Doch Abfalltrennung, Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und mit Licht sparen allein ist es noch nicht getan.
Vielleicht waren meine Antworten im Test auch nicht immer präzise, da ich über die Geräte in unserem Haushalt nicht Bescheid weiss, ob sie spezielle Sparfunktionen haben.
Im Grunde genommen interessierte es mich auch nicht, da es nicht meine eigene Wohnung ist. Wenn ich eine eigene Wohnung hätte wäre mir die Sache mit dem Verbrauch wahrscheinlich bewusster.
Viele Menschen machen sich keine Gedanken über die Zukunft der Erde. Die meisten haben genügend Geld und brauchen nicht zu sparen. Bei den ärmeren Familien wird wohl oder übel gespart und weniger CO2 produziert, da die Möglichkeit gar nicht besteht.
Womöglich ist es auch vielen egal, da die Erde sicher noch besteht, solange wir leben, aber über unsere Nachfahren machen wir uns keine Gedanken.
Ich liebe das Leben und möchte, dass meine Nachkommen das selbe einmal erleben dürfen.
Obwohl ich auf gewisse Sachen achte, könnte ich noch mehr für die Erhaltung der Erde tun. Gerade beim Einkaufen habe ich bis anhin immer darauf geachtet, möglichst billige Waren zu kaufen, da nicht übermässig viel Geld vorhanden ist. Bioprodukte sind meist teurer, weswegen ich diese nie kaufe. Ehrlich gesagt, wusste ich auch nicht, was an Bioprodukten besser sein sollte.
Von nun an werde ich auf einen saisongerechten Einkauf achten und vielleicht auch mal Bioprodukte wählen.

Footprint und CO2-Rechner

Ich war von den Ergebnissen der beiden Tests überrascht, da ich ein besseres Abschneiden erwartet hätte. Hauptsächlich aufgefallen ist mir, dass die grosse Distanz, die ich täglich mit dem öffentlichen Verkehr zurücklege, als negativ gewertet wurde. So habe ich diesbezüglich schlecht abgeschnitten, obwohl ich nicht sehr oft Auto fahre. Dies schätze ich als etwas unrealistisch bewertet ein. Ansonsten wurde meine Wohnsituation als eher schlecht bewertet, dies aufgrund der veralteten Heiz- und Wassersysteme in unserem Einfamilienhaus. In diesen beiden Bereichen liegt mein hauptsächliches Verbesserungspotential. Dies ist mir bewusst, dennoch kann ich zurzeit aufgrund meiner aktuellen Wohn- und Lebenssituation nicht viel daran ändern.
Gesamthaft schätze ich die beiden Tests als umfassend ein, aber dennoch als eher wenig geeignet, um den Ressourcenverbrauch einer einzelnen Person aufzuzeigen. Wenn ich von mir selbst ausgehe, kann ich mit gutem gewissen behaupten, dass ich umweltfreundlich lebe und handle. Da ich aber in einem eher abgelegenen Dorf im Haus meiner Eltern wohne, welches schon mehr als zwanzig Jahre alt ist, wurden meine Ergebnisse massiv verschlechtert.
Insgesamt empfand ich die beiden Befragungen als relativ ähnlich. Ebenso ist mein Abschneiden zweimal durchschnittlich ausgefallen, was eine gewisse Übereinstimmung aufzeigt. Während beim Footprint oftmals nur ‚ja’ und ‚nein’ als Antwortmöglichkeiten zur Verfügung standen, konnte man beim CO2-Rechner auch mit ‚teilweise’ antworten, was ich als ausschlagkräftiger einschätze.