Montag, 2. März 2009

"Calvin + Hobbes" gehen auf Reisen

Ich habe mir überlegt, was ich denn eigentlich oft und regelmässig konsumiere. Je mehr ich nachdachte, desto länger wurde die Liste und es wäre sinnlos diese aufzuschreiben (ausser ich würde es tun, um mir dessen bewusster zu werden).

Etwas, das ich jeden Morgen besonders gerne tue, ist im 20min nach der Witzseite zu suchen, und „Calvin + Hobbes“ zu lesen. Nun frage ich mich, wen und was es alles dazu brauchte, bis ich mich heute Früh bei einem grossen Gratiszeitungsstapel bedienen und „Calvin + Hobbes“ lesen konnte. Ich denke auf jeden Fall, dass es genaueren und zeitaufwändigeren Aufwand bedürfte, um wirklich sicher alle Mitbeteiligten nennen zu können. Dennoch versuche ich es, nach meinem Wissenstand und kleiner Recherche, aufzuzeigen, wer alles zu diesem Luxus beigetragen hat:

Der Redakteur einer Zeitung macht der Geschäftsleitung den Vorschlag täglich eine Comicstrip von „Calvin + Hobbes“ in die Witzseite aufzunehmen. Bekommt er das O.K., gibt er einem Akquisiteuren (= eine Person, die Anzeigen für eine Zeitung einholt) den Auftrag mit Bill Watterson, dem Erschaffer von „Calvin + Hobbes“, in Kontakt zu treten und mit ihm einen Vertrag zu schliessen. Möglicherweise geschieht dies allerdings wiederum mittels einer weiteren Person, die für Bill Watterson arbeitet. Ist der Vertrag in Ordnung, macht ein Graphiker das Layout der betreffenden Seite. Das fertige Blatt kommt dann schliesslich mit dem Rest der Zeitung in die Druckerei. Dort wird die Zeitung von einer Spedition abgeholt und jeden Morgen früh an sehr vielen Bahnhöfen in der Schweiz verteilt, wo sich die Passanten / die Passantinnen kostenlos bedienen dürfen.

Nun habe ich den groben Weg meines Lieblingscomicstrips erläutert. Die Personen, die ich aber noch gar nicht erwähnt habe, sind die Arbeiter, die für Drucker, Papier, Computer und vieles mehr sorgen. Allein schon das Papier wäre eine weitere interessante Geschichte, vor allem eben mit dem Fokus auf eine nachhaltige Zukunft.

Was rein den Comic betrifft, denke ich aber, dass er vor allem Arbeitsplätze schafft. Einige Leute und ihre Fähigkeiten sind schlussendlich dafür notwendig. Etwas Besonderes an der ganzen Sache ist, dass ich keinen Beitrag für den Konsum leisten muss. Indirekt tue ich es wahrscheinlich durch Reaktionen auf enthaltene Werbungen im 20min, dennoch empfinde ich nicht wirklich, als würde ich eine Gegenleistung aufbringen.

1 Kommentar:

  1. Liebe Virginia

    Wow, du hast da einiges an Recherchen betrieben. Es ist wahnsinnig wie viele Leute an diesen jeweils drei kleinen Bildchen in einer Zeitung beteiligt sind. Wie du, lese ich auch diese Comics sehr gerne. Für mich gehören sie zu den besten Beiträgen in dieser Zeitung. Wir sind da auch nicht die einzigen. Tausende Menschen lesen diese Zeitung Tag für Tag – gratis. Das sind Unmengen an Papier, das dafür benötigt wird. Und Unmengen von Altpapier, das jeden Tag zusammen kommt. Ich habe keine Recherchen für meine Theorie gemacht aber ich bin mir sicher, dass dieser ganze Verschleiss von diesen Zeitungen verheerende Auswirkungen auf unsere Umwelt hat.

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