Mittwoch, 25. Februar 2009

Tierschutz hat seinen Preis (Migros Magazin, 23.2.2009)

Viele Tiere werden in der Schweiz artgerecht gehalten. Da nun aber aufgrund des Preiskampfes die Preise immer tiefer gesetzt werden und ausländische Exporteure ihre Ware in der Schweiz verkaufen, hat der Zürcher Tierschutz Angst, dass das Wohl der Tiere gefährdet werden könnte. Fleisch, das aus artgerechten Haltungen stammt, hat seinen Preis. Auf vielen Produkten steht ein so genanntes Label. Dies zeigt, dass die Tiere richtig gehalten werden und daneben auch die Nutzfläche für die Artenvielfalt von wilden Tieren und Pflanzen gefördert wird.
Meiner Meinung nach, kommen in diesem Artikel alle Dimensionen der Nachhaltigkeit zum Zuge. Die ökonomische Komponente zeigt sich in der Preissenkung und somit dem Preiskampf, von welchem alle Hersteller mitgezogen werden. Denn wer nicht mitmacht, kann weniger verkaufen und könnte im schlimmsten Fall einen Konkurs riskieren. Dies ist auch bei diesem Artikel der Fall. Die Bauern und Tierzüchter haben Angst, dass sie aufgrund der ökonomischen Komponente (Preissenkung) die Ökologische (Wohl des Tieres) und Soziale( eigene Vorstellungen von Tierhaltung / Anspruch auf fairen Lohn) Dimensionen vernachlässigen müssen. Da alle Bereiche in dieser Thematik vorhanden sind, erachte ich die Thematik als sehr zentral und nicht zu unterschätzen.



Opfer des eigenen Erfolges ( Wiler Volksfreund, 25.2.09)

50 Jahre ist es her, seit in Strassburg der europäische Gerichtshof für Menschenrechte gegründet wurde. Rückblickend kann man sagen, dass dies ein wagemutiger Entscheid war, da dies auf der ganzen Welt die erste Stelle war, die sich offiziell mit dieser Thematik auseinander setzte. Die Zahl der Beschwerde wächst, nicht zuletzt, weil immer vermehrt auch Personen aus nicht europäischem Lebensraum ihre Probleme hier deponieren. Seit zwei Jahren warten noch mehr als 100 000 Beschwerden auf die Mitarbeiter, die sie noch nicht beantworten und den Hilfe suchenden Menschen somit keine Unterstützung bieten konnten. Die Organisation ist somit dringend auf Unterstützung angewiesen.
Bei diesem Artikel geht es vor allem um die soziale Dimension. Die Umsetzung von gleichen Rechten für alle Menschen ist noch lange nicht in allen Teilen Europas vollzogen. Meiner Meinung nach ist dies die Basis damit die Menschen überhaupt zusammenleben können. Wo kommen wir denn hin, wenn dieses Recht nicht einmal unter uns industrialisierten Ländern eingehalten wird?

1 Kommentar:

  1. Ich finde deine Gedanken über den Artikel "Tierschutz hat seinen Preis" sehr interessant und nachvollziehbar. Eigentlich müssten diese 3 Dimensionen miteinander im Gleichgewicht stehen, damit eine Ausgewogenheit entsteht, was sie in diesem Falle aber nicht sind. Weshalb zahlt immer die Natur ihren Preis? Wo liegt unsere Wertschätzung dabei? Viele Fragen gehen mir dabei durch den Kopf...damit nicht nur die ökonomische Dimension bevorzugt wird, sollte ein Lösung zusammengetragen werden, die allen entspricht!

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