Am Wochenende nahm ich mir die Zeit und ging eine Stunde lang in den Wald spazieren. Das Wetter war ideal, sogar die Sonne schien. Um in den Wald zu gelangen brauchte ich nur eine kurze Strecke mit dem Fahrrad zurück zu legen. Die Umgebung tat mir richtig gut. Alles war still. Kein Verkehrslärm, kein Stimmengewirr, einfach nur Vogelgezwitscher und das Rauschen von den Bäumen. Diese friedliche Stimmung gab mir das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Irgendwie konnte ich mich richtig entspannen und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Ab und zu kreuzten noch andere Menschen meinen Weg, ansonsten war ich mausbeinallein. Ich betrachtete die mich umgebende Natur ganz genau und sah viele kleine Schönheiten wie Schneeglöckchen und andere Pflanzen. Da wird mir bewusst, wie wenig ich überhaupt über die Natur weiss. Nur wenige Pflanzen kann ich beim Namen nennen. Ein Name ist doch etwas Wichtiges. Man kennt alle Menschen beim Namen. Dies ist ziemlich das erste, was man von einem Menschen wissen möchte. Anhand des Namens kann man Personen identifizieren.
Wenn ich mit meinen Kindern dann mal in den Wald gehen möchte, wäre es schön, wenn ich die Pflanzen und Bäume benennen könnte. Sobald man nämlich ein Lebewesen mit einem Namen kennt, hat man einen persönlichen Bezug dazu. Dies führt dazu, dass man den Dingen mehr Achtung schenkt und sorgsam damit umgeht.
Einige Male kam ich absichtlich vom Weg ab und lief querfeldein. Umgeben von der Natur, fühlte ich mich recht klein als Mensch. In dieser Situation hatte ich das Gefühl, dass hier die Natur regiert und bestimmt, was geschieht. In der Realität sieht es aber ganz anders aus. Denn ich, kleiner Mensch, kann das Wohlergehen der Natur beeinflussen. Ich bestimme mit, ob sie gedeihen kann, oder ob sie zerstört wird. Es liegt an mir, etwas zu tun. Wenn ich nichts unternehme, wird diese schöne Landschaft irgendwann nicht mehr existieren. Sie wird dann keine schönen Gefühle bei Menschen mehr auslösen. Man wird sich nicht mehr an den kleinen Details der Natur erfreuen können, da sie einfach nicht mehr da sind.
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Liebe Jasmin
AntwortenLöschenDeine Gedanken zu den Namen gefallen mir sehr. Es stimmt, wir sind von Blumen und Bäumen umgeben, kennen ihre Namen aber oft nicht. Dasselbe gilt für die Vögel. Tag ein Tag aus hören wir im Sommer ihr Gezwitscher, ich kann jedoch nur bei einigen wenigen Klängen sagen, von welchen Vögeln sie stammen. Ich denke dass wir hier als Lehrpersonen einen grossen Einfluss haben, in dem wir Kindern solche Dinge lernen, von denen sie direkt umgeben sind und dadurch ihre Wahrnehmung schärfen. So bekommen sie einen ganz anderen Bezug zur Natur, der es ihnen wiederum erleichtern wird, achtsam mit dieser umzugehen.
Liebe Grüsse,
Rahel Giezendanner, LG 06Ac
Liebe Jasmin
AntwortenLöschenIch finde deine Gedankengänge auch sehr spannend. Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht? Aber wenn ich so darüber nachdenke, muss ich gestehen auch nur wenige Pflanzen zu kenne. Bei den Vögeln sieht es da schon etwas besser aus. Ich habe mir jetzt gerade vorgenommen, mich etwas mehr mit dem auseinander zusetzten. Immerhin befinde ich mich mit meinem Pferd tagtäglich in der Natur und habe die Gelegenheit viel zu sehen. Und es ist mir auch als Lehrperson wichtig, den Kindern dieses Wissen weiter zu vermitteln. Denn wer etwas über die Natur weiss, entwickelt automatisch einen Bezug dazu und kann sich dementsprechend verhalten.