Dieses Wochenende habe ich relativ viel Zeit an der frischen Luft verbracht. Es war mir zwar nicht ganz mögliche eine Stunde lang an ein und demselben Ort zu verweilen, bin aber ziemlich weit herumspaziert.
Dabei bin ich ein Stück durch einen Wald gegangen. Natürlich waren jetzt noch keine Blätter zu sehen und auf den ersten Blick wirkte er einfach nur kahl. Als ich aber dann Mittendrin war, konnte ich immer mehr einen frischen, schon beinahe frühlingshaften, Duft vernehmen. Dort habe ich mich dann sofort wohl gefühlt und richtig auftanken können. Und das ist eigentlich auch genau die Art, wie die Natur auf mich wirkt; ich kann auftanken.
Als ein Mensch, der in Europa lebt und Schülerin an einer Hochschule ist, verbringe ich für gewöhnlich nicht sehr viel Zeit draussen. Meistens sind die Wege, die ich von einem Ort zum anderen mache, die einzige Tätigkeit, die ich ausser Haus mache. Das trifft halt vor allem auch jetzt auf die kalte Jahreszeit zu. Im Sommer bin ich schon öfters draussen, weil es dann ja auch einige Möglichkeiten mehr gibt, Dinge in der Natur zu machen.
Um nun auf die eigentliche Fragestellung zurückzukommen, erläutere ich ein wenig meine Gedanken, die ich habe, wenn ich mich allein in der Natur vorfinde. Oftmals stimmt es mich auf eine Art demütig. Ich sehe all das Schöne und irgendwie auch fast Unglaubliche um mich herum, und habe dann das Gefühl winzig klein zu sein. Das ist aber kein negatives Gefühl, sondern mehr: Ich habe keine Macht über die Gewalten der Natur, bin aber ein Teil davon. Je länger die Zeit ist, die ich in der Natur verbringe, wenn ich zum Beispiel eine lange Wanderung mache oder draussen übernachte, desto mehr fühle ich eine Verbindung mit mir und der Natur. Ich denke, dass es einerseits diese Verbindung ist, die mich sozusagen auftankt, und andererseits auch die frische Luft und die vielen Sinneswahrnehmungen, die meinem Körper wahrscheinlich einfach gut tun.
Je mehr Gedanken ich mir über dieses Thema mache, desto mehr wird es mir als zukünftige Lehrperson ein Anliegen, den Schülern und Schülerinnen Erlebnisse in / mit der Natur zu ermöglichen, da dies in der heutigen Zeit für viele nicht mehr ein selbstverständliches Gut ist. Wenn sie das Schöne der Natur selbst kennen und lieben lernen, dann werden sie sich auch eher für eine nachhaltige Lebensweise interessieren und entscheiden können.
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Liebe Virginia
AntwortenLöschenAuch im empfinde die Natur als Quelle der Kraft. In ihr fühlt man sich geschützt und wohl. Aber wie du sagst ein Stück weit auch ausgeliefert, wenn man an die vielen Naturgewalten denkt. Auf der anderen Seite fühlt sich die Natur bestimmt auch von uns ausgeliefert. Oftmals setzen wir unsere Dinge durch ohne die Natur zu fragen, nur um unseren Nutzen daraus zu ziehen- das darf einfach nicht sein. Ich habe mir auch Gedanken gemacht, was wäre, wenn die Natur noch mehr schwinden würde, wenn sie grossen Blöcken und Häusern Platz macht. Wo können wir denn noch Kraft holen, wenn nicht da, wo wir hingehören – die Natur?
Und genau dahin müssen wir unsere Kinder lenken und führen, dass sie ein solches Verständnis aufbauen können und sorgsam mit der Natur umgehen lernen!
Liebe Virginia
AntwortenLöschenIch kann deine Gefühle voll und ganz nachvollziehen. Es war für mich auch sehr eindrücklich nur von Natur umgeben zu sein. Die Verbundenheit, die du beschreibst, finde ich sehr schön und ich denke, dass du auf dem richtigen Weg bist, wenn du dieses Erlebnis mit deiner zukünftigen Klasse teilen willst. Ich bin nämlich auch der Meinung, dass man die Kinder an die schönen Dinge der Natur heranführen muss, damit sie verstehen, warum sie nachhaltig handeln sollen.
Liebe Grüsse, Jasmin Kolp LG06Ac