Mittwoch, 18. März 2009

Glücksgefühle am frühen Morgen

Ein Sonnenstrahl scheint direkt auf mein Gesicht und weckt mich aus meinen Träumen. Es ist noch viel zu früh, um aufzustehen. Ich öffne das Fenster und atme die frische Luft ein. Ein gutes Gefühl steigt in mir hoch und so beschliesse ich mich anzuziehen und nach draussen zu gehen. Langsam schreite ich voran mit dem Ziel bei der nahe gelegenen Bank einen Halt einzulegen. Im Dorf ist es noch ganz still. Ich komme bei der Bank an und muss diese zuerst vom der Nässe befreien, um mich hinsetzen zu können. Die Wiesen sind noch voll von Tau und einigen Schneeflecken.. Ich sitze da, schliesse die Augen und lasse mich treiben. Es ist kalt. Erst jetzt bemerke ich, dass zahlreiche Vögel zwitschern - Vorboten des Frühlings. Ich höre dem Gesang zu. Er tönt unbeschwert, fröhlich und zufrieden. Diese Gefühle übertragen sich auf mich und ich fühle mich für einen Augenblick ganz frei von allen Sorgen. Ich atme tief durch und spüre wie die kalte frische Luft meine Körper neu belebt. Ganz bewusst mache ich dies einige Male hintereinander. Die Sonne kommt über den Hügel, bescheint die Bank und mich und zahlreiche Schneeglöckchen und Krokus, die auf der Wiese neben mir blühen. Frühling liegt in der Luft. Man sieht, spürt und hört es, dass sich so viele Lebewesen auf die Wärme freuen, zu lange hat die Kälte angehalten. Ich sitze da, atme bewusst und lass die Gedanken los, damit ich mich ganz auf mich und meinen Umgebung konzentrieren kann. Gedanken kommen in mir auf: ch sitze an einem wunderschöne Platz, umgebenen von blühenden Blumen und zwitschernden Vögel. Was wäre, wenn sie nicht mehr wären, wenn die Natur sich auf einen kleinen Fleck reduzieren würde? Nein, das würde nicht gehen. Zu fest brauchen wir die Natur mit ihren Lebewesen. Sie gehören zu uns und wir zu ihr. So wie wir sie brauchen, so brauchen sie auch uns. Achtsam und voller Respekt sollen wir miteinander umgehen, damit die Natur noch lange so bleiben kann, wie sie jetzt ist.
Ich schrecke auf. Neben mir sitzt ein alter Herr mit seinem Hund. Auch er ist früh unterwegs und schwärmt von der Ruhe und Unberührtheit der frühen Morgenstunden. Langsam mache ich mich wieder auf den Nachhauseweg. Ich bin erfüllt von guten Gefühlen. Einen solchen Start in den sollte ich mir öfters gönnen.

Dienstag, 17. März 2009

Unser schöner Wald

Am Wochenende nahm ich mir die Zeit und ging eine Stunde lang in den Wald spazieren. Das Wetter war ideal, sogar die Sonne schien. Um in den Wald zu gelangen brauchte ich nur eine kurze Strecke mit dem Fahrrad zurück zu legen. Die Umgebung tat mir richtig gut. Alles war still. Kein Verkehrslärm, kein Stimmengewirr, einfach nur Vogelgezwitscher und das Rauschen von den Bäumen. Diese friedliche Stimmung gab mir das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Irgendwie konnte ich mich richtig entspannen und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Ab und zu kreuzten noch andere Menschen meinen Weg, ansonsten war ich mausbeinallein. Ich betrachtete die mich umgebende Natur ganz genau und sah viele kleine Schönheiten wie Schneeglöckchen und andere Pflanzen. Da wird mir bewusst, wie wenig ich überhaupt über die Natur weiss. Nur wenige Pflanzen kann ich beim Namen nennen. Ein Name ist doch etwas Wichtiges. Man kennt alle Menschen beim Namen. Dies ist ziemlich das erste, was man von einem Menschen wissen möchte. Anhand des Namens kann man Personen identifizieren.
Wenn ich mit meinen Kindern dann mal in den Wald gehen möchte, wäre es schön, wenn ich die Pflanzen und Bäume benennen könnte. Sobald man nämlich ein Lebewesen mit einem Namen kennt, hat man einen persönlichen Bezug dazu. Dies führt dazu, dass man den Dingen mehr Achtung schenkt und sorgsam damit umgeht.
Einige Male kam ich absichtlich vom Weg ab und lief querfeldein. Umgeben von der Natur, fühlte ich mich recht klein als Mensch. In dieser Situation hatte ich das Gefühl, dass hier die Natur regiert und bestimmt, was geschieht. In der Realität sieht es aber ganz anders aus. Denn ich, kleiner Mensch, kann das Wohlergehen der Natur beeinflussen. Ich bestimme mit, ob sie gedeihen kann, oder ob sie zerstört wird. Es liegt an mir, etwas zu tun. Wenn ich nichts unternehme, wird diese schöne Landschaft irgendwann nicht mehr existieren. Sie wird dann keine schönen Gefühle bei Menschen mehr auslösen. Man wird sich nicht mehr an den kleinen Details der Natur erfreuen können, da sie einfach nicht mehr da sind.

Montag, 16. März 2009

Als Teil der Natur

Dieses Wochenende habe ich relativ viel Zeit an der frischen Luft verbracht. Es war mir zwar nicht ganz mögliche eine Stunde lang an ein und demselben Ort zu verweilen, bin aber ziemlich weit herumspaziert.
Dabei bin ich ein Stück durch einen Wald gegangen. Natürlich waren jetzt noch keine Blätter zu sehen und auf den ersten Blick wirkte er einfach nur kahl. Als ich aber dann Mittendrin war, konnte ich immer mehr einen frischen, schon beinahe frühlingshaften, Duft vernehmen. Dort habe ich mich dann sofort wohl gefühlt und richtig auftanken können. Und das ist eigentlich auch genau die Art, wie die Natur auf mich wirkt; ich kann auftanken.
Als ein Mensch, der in Europa lebt und Schülerin an einer Hochschule ist, verbringe ich für gewöhnlich nicht sehr viel Zeit draussen. Meistens sind die Wege, die ich von einem Ort zum anderen mache, die einzige Tätigkeit, die ich ausser Haus mache. Das trifft halt vor allem auch jetzt auf die kalte Jahreszeit zu. Im Sommer bin ich schon öfters draussen, weil es dann ja auch einige Möglichkeiten mehr gibt, Dinge in der Natur zu machen.
Um nun auf die eigentliche Fragestellung zurückzukommen, erläutere ich ein wenig meine Gedanken, die ich habe, wenn ich mich allein in der Natur vorfinde. Oftmals stimmt es mich auf eine Art demütig. Ich sehe all das Schöne und irgendwie auch fast Unglaubliche um mich herum, und habe dann das Gefühl winzig klein zu sein. Das ist aber kein negatives Gefühl, sondern mehr: Ich habe keine Macht über die Gewalten der Natur, bin aber ein Teil davon. Je länger die Zeit ist, die ich in der Natur verbringe, wenn ich zum Beispiel eine lange Wanderung mache oder draussen übernachte, desto mehr fühle ich eine Verbindung mit mir und der Natur. Ich denke, dass es einerseits diese Verbindung ist, die mich sozusagen auftankt, und andererseits auch die frische Luft und die vielen Sinneswahrnehmungen, die meinem Körper wahrscheinlich einfach gut tun.
Je mehr Gedanken ich mir über dieses Thema mache, desto mehr wird es mir als zukünftige Lehrperson ein Anliegen, den Schülern und Schülerinnen Erlebnisse in / mit der Natur zu ermöglichen, da dies in der heutigen Zeit für viele nicht mehr ein selbstverständliches Gut ist. Wenn sie das Schöne der Natur selbst kennen und lieben lernen, dann werden sie sich auch eher für eine nachhaltige Lebensweise interessieren und entscheiden können.

Ein wunderschöner Spaziergang

Da heute ein wundervoller Tag war mit viel Sonne habe ich mich entschieden, einen Spaziergang mit dem Hund meiner Schwester zu machen. Heute konnte ich seit langem wieder einmal einen Weg durch den Wald ablaufen, welcher wegen dem Schnee in letzter Zeit unmöglich zu begehen war. Es ist ein abgelegener Pfad im Wald in meiner Nähe. Die Sonne hat mich den ganzen Weg durch begleitet. Es war wunderschön zwischendurch geblendet zu werden. Das Wechseln der Temperatur im Schatten empfand ich als angenehm. Ich hörte meine Schritte und das Tappen der Hundepfoten auf einzelnem noch nicht geschmolzenem Schnee. Auf einer kleinen Lichtung mit Wiese entdeckte ich einen Krokus. Wie schön dieser doch war. Was uns die Natur das ganze Jahr bietet ist unglaublich. Vor allem der Frühling gefällt mir sehr gut mit all den Blumen, welche wachsen und den vielen Farben. Viele Menschen nehmen dies gar nicht mehr wahr. Auch wird immer mehr Abfall im Wald liegen gelassen. Gerade heute habe ich eine Hülle einer Packung Taschentücher aufgenommen. Als Einzelperson kann man dazu beitragen, dass unsere Natur „sauber“ bleibt. Wenn man nur einzelnen Abfall aufnimmt hilft das schon.
Ich habe gemerkt, wie gut mir dieser Spaziergang tut. Im Moment habe ich so viel um die Ohren da vergisst man schnell, was man gegen Stress oder so tun kann. Nämlich in die Natur nach draussen gehen und die Schönheit und Vielfalt der Natur geniessen. Der heutige Spaziergang hat mir eine innere Ruhe bereitet. Ich war zufrieden und ungestresst. Es hat mir gezeigt, dass ich dies viel öfters machen sollte. Ein Spaziergang im Wald oder an einem Bach ist eine tolle Gelegenheit, dem Alltag „zu entfliehen“. Man kann abschalten und die Arbeiten etc. für einen Moment vergessen. Im Sommer werde ich sicher viele Stunden in unserem schönen Garten verbringen. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Ich - ein Teil der Natur

Ich habe mir diese Stunde Zeit für einen schönen Ausritt mit meinem Pflegepferd genommen. Erst war ich unsicher, weil es im Auftrag heisst, dies alleine zu tun und ich ja eigentlich durch das Pferd einen Begleiter habe. Ich habe mir dann aber überlegt, dass das Pferd ja einfach ein Teil der Natur ist und mir dadurch eine weitere Naturbegegnung ermöglicht wird. Diese Überlegungen haben dazu geführt, dass ich mir meiner eigenen Angehörigkeit an der Natur bewusst wurde. Denn Natur beinhaltet die Landschaften, die Pflanzen, die Tiere usw. und – nicht zu vergessen – auch den Menschen. Wenn ich mir „Natur“ vorstelle, schliesse ich mich selbst oftmals aus, obwohl der Mensch unumstritten genauso dazugehört.
Beim Reiten wurde mir das noch stärker bewusst und ich habe mich wirklich als Teil des Ganzen gefühlt. Meistens konzentriere ich mich vorrangig auf das Pferd und so konnte ich dadurch, dass ich mich wirklich bewusst auf meine Umgebung konzentriert habe, zusätzlich noch vieles wahrnehmen, was mir sonst oft entgeht. So sind das beispielsweise die Stille und Abgeschnittenheit von der Zivilisation, das Vogelgezwitscher, das Rauschen der Bäume usw. In solchen Momenten fühle ich mich sehr stark der Natur zugehörig. Das ist aber nicht immer so, da es öfters auch wieder einmal vorkommt, dass ich über längere Zeit praktisch ausschliesslich drinnen bin und dadurch keinen wirklichen Bezug zur Natur habe. Da ich aber sehr naturverbunden bin, denke ich oft an die Wichtigkeit der Erhaltung der Natur und denke auch, dass diese Wertschätzung einen Einfluss auf mein Handeln hat. Ich bin überzeugt davon, dass ein grosser Bezug zur Natur ein wesentlicher Aspekt für nachhaltiges Handeln ist und dieser besonders bei Kinder geschaffen und / oder erhalten werden sollte!

Wie klein wir doch sind...

Am Samstag habe ich meine Winterschuhe angezogen und bin etwa 200 Meter durch den Schnee auf einen Hügel gestapft. Da wir sehr auf 1000 Meter über Meer wohnen, hat es bei uns noch sehr viel Schnee. Ausserdem bin ich auf einem sehr abgelegenen Bauernhof zu Hause. Aus diesem Grund bin ich eigentlich der Natur sehr nahe.

Ich habe mich dort einfach in den Schnee gestellt und habe mich umgesehen. Die Aussicht ist wirklich sehr eindrücklich. Rundherum habe ich freien Blick auf die sieben Churfirsten, den Säntis, den Speer und weitere Berge.

In Mitten von dieser stolzen Bergwelt fühle ich mich plötzlich sehr klein und unbedeutend. Diese Berge waren schon lange vor mir da und werden auch noch sehr lange nach meiner Zeit da sein. Diese Berge hätten viele Geschichten zu erzählen, wenn sie sprechen könnten. Ich bin diesen Bergen sehr verbunden. Sie geben mir das Gefühl von Heimat und verleihen mir auch Geborgenheit.

Durch diesen Spaziergang habe ich gemerkt wie wichtig und nahe mir die Natur doch ist. Da ich auf einem Bio-Bauernhof aufgewachsen bin, war ich der Natur schon immer sehr nahe. Meine Eltern haben mir von klein auf die Bedeutung der Natur für uns Menschen weiter gegeben. Sie haben mir schon immer den vorsichtigen und wertschätzenden Umgang mit unserer Umgebung gezeigt und vorgelebt. Ich werde versuchen diese Einstellung auch einmal meinen Kindern weiterzugeben, obwohl es nicht immer so leicht ist.

Mittwoch, 11. März 2009

Luxus pur!

Ich habe meinen Post-it im Badezimmer angebracht. Dieser kleine Zettel hat mich jeden Tag neu an unseren Luxus erinnert. Nach dem Zähneputzen öffne ich mit einer einzigen Handbewegung den Wasserhahn und sofort fliesst glasklares Wasser aus ihm heraus. Ich kann dieses Wasser ohne bedenken trinken. Damit noch nicht genug. Ich mit ein paar Handgriffen die Wassertemperatur an meine individuellen Bedürfnisse anpassen. Im Sommer mag ich es richtig kalt und erfrischen. Im Winter bevorzuge ich das Wasser aber lieber etwas wärmer. Ein paar Drehungen am Wasserhahn und ich habe meine gewünschte Wasserwärme.
Damit ist es aber noch nicht genug. Das gleiche glasklare und saubere Trinkwasser befindet sich auch in der Toilette. Auch dieses Wasser könnte man ohne jeglichen Bedenken trinken. Wir benutzen dieses Wasser aber nur um unserer unverdaulichen Reste wegzuspülen und dazu verbrauchen wir jeden Tag etliche Liter von diesem kostbaren Gut.
Das gleiche Wasser kann ich in unserem Badezimmer noch aus einem weiteren Hahn herausquellen lassen. Auch für die Badewanne gibt es einen separaten Hahn, aus dem ich das Wasser wiederum in meiner gewünschten Temperatur fliessen lassen kann. Natürlich wäre es auch wieder kein Problem dieses Wasser zu trinken. Wir baden aber jeweils nur darin und lassen es danach den Ablauf runter.

Tja, das ist doch schon Luxus pur! Für uns ist es aber ganz selbstverständlich und alltäglich. Jeden Tag spülen wir unachtsam und unbewusst hunderte Liter den Abfluss herunter.